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Es ist soweit -- benötige Hilfe

Re: Es ist soweit -- benötige Hilfe

Zitat: Gerald
...Wie aus dem vorausgegangen Bericht ersichtlich, kann ich auf eine langjährige IT Erfahrung (nahezu alle Sparten) zurückblicken. Meine Frau Ihrerseits hat langjährige Erfahrung in nahezu allen Bereichen des Gesundheitswesens. Leider werde ich sowohl meinen Beruf wie auch andere Tätigkeiten nicht mehr oder nur noch zeitweise ausüben können...Hi Gerald,

Du sagst, daß Du selbst nicht mehr "richtig" arbeiten kannst - was genau kann man sich denn darunter vorstellen? Kannst Du nicht im Sitzen/Stehen/Liegen arbeiten, Dich nicht ausreichend lange konzentrieren, Deine Glieder nicht allzu lange beanspruchen? Normalerweise gibt es ja gerade für IT-Fachkräfte genügend Nischen, die man füllen könnte - ich denke da bsp. an Dozenten oder andere Freischaffende...

Und wie sieht's mit Deiner Frau aus, kann oder besser: möchte sie denn noch arbeiten? Gerade im Gesundheitswesen werden m.E. immer & überall Leute gebraucht, und teilweise wird da - je nach Qualifikation natürlich - auch wirklich gut bezahlt.

Mit dem genannten Budget von 1.000 € wirst Du in den beliebten "Boomländern" weltweit Schwierigkeiten haben, über die Runden zu kommen. Andererseits erleichtert Dir dieses feste "Einkommen" auf jeden Fall die Einreise, wobei hier die Mindestgrenzen schwanken mögen. Ich würde mich nach jetzigem Kenntnisstand Siggi anschließen und Dir Südosteuropa empfehlen, da man dort wohl noch am günstigsten existieren kann.

Gruß,

Thomas

Re: Es ist soweit -- benötige Hilfe

Hallo alle zusammen,
vielen Dank erst einmal für eure ehrlichen und informellen Antworten. Immer wieder erfrischend Menschen zu treffen, die selbstlos Tipps geben.
Tatsächlich hatte ich Marokko, Uruguay und Thailand in die engere Auswahl genommen. - Klar dass nicht alle Wünsche abgedeckt werden können.
@Siggi: mit der Krim habe ich mich noch lange beschäftigt, bin immer noch skeptisch. Verlockend klingt für mich immer noch Thailand - kulturell wie landschaftlich sehr interessant, dabei umgängliche Menschen und finanziell zu stemmen.
@Anna: vielen Dank für die Info über Namibia - war mir so völlig neu. Hatte Namibia ursprünglich auch in meine Planung genommen.
Ist jetzt wohl hinfällig - besser früher als zu spät
@Bill:Die Canaren werden für mich dann auch ausscheiden.
@Thomas: bedingt durch den Schlaganfall habe ich Defizite im Stammhirn. Die Signalgebung der linken zur rechten Körperhälfte ist asynchron - dadurch bin ich im wahrsten Sinne "aus dem Gleichgewicht" und es plagt mich ein dauerhafter Schwindel - nicht erstrebenswert. Längere Konzentrationtätigkeiten >15Min. fallen mir dadurch sehr schwer. Machbar durch Kraftanstrengung.

Abklopfen werde ich noch dieses Jahr Marokko, Thailand würde ich gerne - jedoch ohne Kontakte sehe ich kaum Erfolgsaussichten.


Re: Es ist soweit -- benötige Hilfe

Zitat:
Verlockend klingt für mich immer noch Thailand - kulturell wie landschaftlich sehr interessant, dabei umgängliche Menschen und finanziell zu stemmen.
Thailand würde ich gerne - jedoch ohne Kontakte sehe ich kaum Erfolgsaussichten.Hallo Gerald,

als deutsch/deutsches Ehepaar wir es selbst in Thailand finanziell ein Kraftakt werden. Die Einwanderungsbestimmungen sind nicht ohne. Mit 600,-€ kann ich Dir hier schon sagen das wird nicht für eine Person, geschweige den für Euch zwei reichen. Natürlich, wenn Du etwas an Kapital in der Hinterhand hast kann man sehr wohl für 1000,-€ leben. Doch grosse Sprünge sind damit nicht zu machen vorallem wenn ihr am Meer leben wollt.
Ganz wichtig wäre zuerst auf jedenfall sich vor Ort die Meltalität anzuschauen und dann ist auch noch die sprachliche Barriere ein grosses ?
Kontakte knüpfen sehe ich als sehr leicht an..es gibt sehr sehr viele hier die nur Dein bestes wollen und schon warten
Möchtest Du mehr Details haben dann Frag einfach.


Gruss

Yuii


Warme grüße aus LOS

Re: Es ist soweit -- benötige Hilfe

Hallo Yuii,
danke für die warmen Worte

Klar, sie wollen immer nur das Beste von einem ...

Kapital ist in der Hinterhand vorhanden, nur sollte es natürlich nicht wahllos verprasst werden. Wenn eine Entscheidung gefällt wurde dann sollte man auch dazu stehen, mit allen Konsequenzen.

Glaube mir, wenn ich gesundheitlich kein handycap hätte, wäre ich nicht so vorsichtig.
Du hast sicherlich recht, die sprachlichen Barrieren sind recht hoch, besser stünde man sicherlich in den Philippinen da, doch dort ist es noch teurer.
Grosse Sprünge haben meine Frau und ich seit einigen Jahren schon nicht mehr gemacht, jedoch würden wir es vorziehen wenigstens in Meer nähe zu wohnen.
Selbstverständlich werden wir vor einer Entscheidung einen Aufenthalt (mehrere Wochen) im Land unserer Wahl durchführen.
Ursprünglich hatten wir ja Kenia im Sinn, letztendlich konnte sich meine Frau nicht dafür entscheiden. Ich kann es ihr nicht verübeln.

Auf jeden Fall vielen Dank für das Angebot, ich werde sicherlich, wenn es soweit ist, noch einmal darauf zurückkommen.

Die Einwanderungsbestimmungen wurden wie ich mitbekommen habe verschärft. Selbst verheiratet mit einer Einheimischen ist es nicht ohne.
Unter Umständen ist es auch nur möglich 1/2 jährlich einen Aufenthalt zu planen. Wäre möglich, da in D (noch) ein Haus vorhanden ist.

Tsss jedes Mal den Gruß vergessen...

Gruß
Gerald

Re: Es ist soweit -- benötige Hilfe

Zitat: Gerald
@Anna: vielen Dank für die Info über Namibia - war mir so völlig neu. Hatte Namibia ursprünglich auch in meine Planung genommen.
Ist jetzt wohl hinfällig - besser früher als zu spät Ich würde nicht sagen, daß es hinfällig ist, nachdem Du ja jetzt hinzugefügt hast, daß doch ein wenig Kapital vorhanden ist, wäre Namibia durchaus wieder im Rennen.

Da Du sagst, Du kennst Dich mit IT gut aus, wärest Du hier durchaus ein gefragter Mann, wenn Du z.B. Support vor Ort machen würdest. Du kannst jemanden ausbilden, der Dir die Konzentrationsarbeit ein wenig erleichtert. Du kannst auch einen Fahrer einstellen, so daß Du nicht selbst zu den Kunden fahren mußt. Für solche Jobs findest Du hier jederzeit preiswert jemanden, und der Kunde bezahlt sicherlich genug, daß Du Dir das leisten kannst. Ehrlich gesagt bin ich in den paar Wochen, die ich jetzt hier bin, schon mehrmals gefragt worden, ob ich nicht so etwas wie diesen Vor-Ort-Support machen wollte, weil Leute, die das können, hier Mangelware sind. Alle meinten, damit könnte man hier gut Geld verdienen. Wie auch bei uns werden hier oft nur die PCs verkauft und die Software und danach steht der Kunde mit Problemen relativ allein da bzw. es gibt einfach zu wenig Leute, so daß man lange warten muß, bis jemand kommt. Alle Kunden stöhnen darüber. Auch andere Sachen im IT Bereich, die Du vielleicht von zu Hause aus machen könntest, könnte ich mir vorstellen. Dann kannst Du Dir die Arbeitszeit nach Deinen Bedürfnissen einteilen.

Und im Gesundheitswesen kann Deine Frau sicherlich locker einen Job finden. In den Privatkliniken hier werden immer Leute gesucht, und das wird wohl auch besser bezahlt. Ich kenne mich in dem Sektor nicht so aus, aber ich könnte es für Deine Frau herausfinden, wenn sie das möchte. Die teuerste und beste Klinik Windhoeks ist direkt hier unten an der Straße, in der ich wohne. Also wenn Deine Frau Interesse hat, braucht sie es nur zu sagen, ich erkundige mich dann nach den Löhnen. Aber ich müßte wissen, was genau sie von Beruf ist.

Eins ist aber sicher: Hier in Namibia gibt es keine Sprachschwierigkeiten, und alle Leute helfen Dir, wo sie können. Viele sprechen deutsch, die meisten englisch, und Afrikaans kann man in ein paar Wochen lernen, wenn man Deutsch als Muttersprache hat. Man muß es aber nicht unbedingt beherrschen. Es ist halt die Sprache, die am meisten verbreitet ist, aber englisch und deutsch ist auch schon in Ordnung. Englisch ist die offizielle Amtssprache.

Was hier wirklich fehlt, sind z.B. Ausbilder für die IT. Wenn Du Dir das zutraust, könnte man sicher etwas machen. Das läuft hier ja alles viel gelassener ab. Das heißt, wenn Du Dich nur 15 Minuten konzentrieren kannst, erklärst Du halt in der Zeit etwas, danach üben die Leute selbst, und wenn Du Dich dann wieder konzentrieren kannst, erklärst Du dann das nächste. Das geht alles. Wichtig ist die Qualifikation.

Ich überlege, eine Computerschule hier in Namibia aufzumachen, und ich denke, da ist noch viel Platz für andere, die dasselbe machen wollen. Wobei beides gebraucht wird: sowohl die Anwenderausbildung als auch die Ausbilderausbildung bzw. Ausbildung für Leute, die dann wiederum in der Lage sind, einen Computer zusammenzubauen und zu reparieren, zumindest die einfacheren Dinge. Das einzige, was in Namibia schwer zu bekommen ist, ist eine Arbeitserlaubnis, wenn Du angestellt arbeiten willst. Wenn Du Dich selbständig machen willst, geht es schon. Und dann könnte man schon auch einmal nach einer preiswerteren Bleibe schauen. Es gibt hier auch schon Wohnungen für 300 EUR, wenn man nur richtig sucht. Die sind dann wahrscheinlich recht klein, aber für den Anfang würde das auch gehen.

Wie gesagt, 1.000 EUR ist zu knapp, wenn das alles ist. Aber wenn Ihr Eure Möglichkeiten zum Geldverdienen nutzt, ist vielleicht auch Namibia eine Alternative. Es ist halt sehr trocken hier, kein Vergleich mit Thailand. Aber die Menschen sind unglaublich nett und hilfsbereit und das Land braucht dringend gute Arbeitskräfte und vor allem Ausbildung für viele, viele Namibier. Sie tun sich nur ein bißchen schwer damit, das zuzugeben. Aber Selbständigkeit ist immer eine Möglichkeit. Kunden gibt es eigentlich genug.

Ich wollte nur ein bißchen den anscheinend so ernüchternden Eindruck, den ich mit meinem letzten Posting hinterlassen habe, geraderücken. Namibia ist einfach ein zu schönes Land und die Leute sind zu nett, um es gleich hinten herunterfallen zu lassen. Die Hilfsbereitschaft, die einem hier überall entgegenschlägt, ist sehr viel wert und kann vieles ausgleichen, was finanziell im ersten Moment vielleicht nicht so gut aussieht.

Herzlicher Gruß,
Anna

P.S.: Bezüglich der Defizite durch den Schlaganfall hätte ich noch eine Frage. Läßt sich da auch mit Akupunktur nichts machen, vielleicht ein wenig verbessern? Wir haben hier im Krankenhaus sehr gute chinesische Ärzte, die beides können, klassische Medizin und auch traditionelle chinesische Medizin (TCM) inkl. Akupunktur und tausender anderer Methoden. Wäre das etwas?
(Bitte nicht gleich schlagen, ich habe keine Ahnung von Medizin, war nur eine ganz naive Frage. Wenn sie zu naiv war, bitte ich um Entschuldigung.)

Re: Es ist soweit -- benötige Hilfe

Hallo Gerald,

Zitat:
@Siggi: mit der Krim habe ich mich noch lange beschäftigt, bin immer noch skeptisch.Die Krim hatte ich nicht empfohlen. Aus gutem Grund: Die Aufenthaltserlaubnis ist dort das Problem (meine Frau ist Ukrainerin, daher war es für mich einfach, aber sonst muss man $100'000 investieren). Als Tourist müsste man das Land alle 90 Tage wieder verlassen, ich weiß nicht, ob Du unter solchen Bedingungen irgendwo leben wolltest.

Aber Bulgarien ist von den Immobilien sogar günstiger und auch nicht viel kälter.

Gruß
Siggi

Re: Es ist soweit -- benötige Hilfe

Hallo Anna,
das hört sich jetzt schon erheblich besser an.
Mein Arbeitsbereich erstreckte sich über technischen Support, Einkauf (SAP), Produkt Management und Software Pflege.
In allen Bereichen war ich zuständig für die Aus- und Weiterbildung.

Ja, tatsächlich, dein gezeigtes Bild ähnelt sehr stark einer meiner Jobs.

Meine Frau ist gelernte Arzthelferin - allerdings noch derart, dass sie gewöhnt war alleine eine Praxis zu schmeissen. Ihre praktische Allgemeinbildung braucht sich hinter niemanden zu verstecken - eigentlich brauchen wir z.Zt. kaum mehr einen Arzt.

Deine Anmerkung (Akkupunktur) - habe ich z.T. hinter mir. Ist aber teilweise der richtige Weg. Ich muss mir mentale Stärke zuführen um die Doppelbelastung zu schaffen. Da habe ich schon einen kleinen Weg geschafft

Siggi, vielen Dank für deine Info. Hatte ich mir schon gedacht.

Gruß
Ken


Re: Es ist soweit -- benötige Hilfe

[quote:yuii]Zitat:
Möchtest Du mehr Details haben dann Frag einfach.


Gruss

YuiiHallo Yuii,

haben soeben eine Schnupperreise gebucht und werden Anfang Oktober in Hua Hin sein. (Die ersten 10 Tage)
Wäre toll, wenn wir uns persönlich kennen lernen könnten.

Gruss
Gerald