Auswandern - Kanada

Leben und/oder studieren in Kanada

Leben und/oder studieren in Kanada

Hi,
bin 18 und mache kommendes Jahr mein Abi. Ich hatte einmal vor Forstwirtschaft zu studieren, weil ich sehr naturverbunden bin. Spiele allerdings mit dem Gedanken nach Kanada auszuwandern.

Gibt es einen solchen Studiengang auch drüben, oder würde der deutsche anerkannt? Habe nun viele Seiten im Netz gelesen und auch an die dt. Botschaft in Ottawa gemailt zwecks Infos.

Spreche im Grunde nur Englisch, Französisch hatte ich lediglich 2 Jahre in der Schule.

Kann man pauschal sagen in folgenden Sparten gibts Mangel an Arbeitskräften? Könnte ich auch dort ein "schooling" also eine Ausbildung machen? Habe jedoch niemanden drüben, weder Freunde noch Familie als Anlaufstelle, ist dies dennoch möglich? Muss man überhaupt Berufserfahrung haben bevor man rüber darf? Meine gelesen zu haben, dass studieren auch so geht oder? Wie sind die Kosten? Hier in Deutschland zahlt man ja nun 500€ pro Halbjahr.

Einige Infos wären super!

Bevorzugte Regionen wären später einmal der Westen, um BC.

Habe in Erwägung gezogen auch mal Urlaub dort zu machen, gibts andere Flugmöglichkeiten als für 1000€ mit der Lufthansa?

Danke im Voraus

Geistig

. o.T.

Re: Leben und/oder studieren in Kanada

Ja also obs nachher Als Förster, Biologe oder als Geologe endet ist mir eigentlich egal

Ja Rückepferde ist mir ein Begriff, hatte das in der Schule am Beispiel Indonesien oder sowas, halt die schonende Abfuhr von gefällten Bäumen ohne dass die Kettenfahrzeuge den Bodenaufreissen.

Hast du Tips für Adressen, solcher Projekte? Wie ist das wenn man dort studiert, wohnt man auf dem Campus oder müsste ich auch noch eine Wohnung bezahlen?

Danke dir schonmal!

Re: Leben und/oder studieren in Kanada

Gibt es eine exakte Übersetzung für den Beruf Förster / Forstwirt?

Wollte evtl. in der BRD studieren und dann rüber, Wald gibts ja genug

Habe nichts dazu gefunden. Haben die den Job überhaupt, oder wird er dort von Rangern erfüllt, was keinem Studium bedarf?

@ Dundee, hast du irgendeine Idee wie ich an sowas drankommen kann?

Re: Leben und/oder studieren in Kanada

Wie wärs mit dem wohlklingenden Namen "Ranger" ??

Is wirklich so....Ranger = Förster

Der zweite Part ist kniffliger...

Forstwesen {n}; Forstwirtschaft {f} forestry

Aber leider gibt es für mein beschränktes Englisch keine Möglichkeit "Forstwirt" zu übersetzen ^^.


glhf,

Re: Leben und/oder studieren in Kanada

danke dir vielmals

Re: Leben und/oder studieren in Kanada

kein Problem. War ja nun wirklich nicht die "Glanzleistung"

Re: Leben und/oder studieren in Kanada

habe nun eine Broschüre von der Kanad. Botschaft zum Thema Studium und Co erhalten, werde das am Wochenende mal "studieren"....

@ Rewind, wohnst du selbst drüben? Hatte eben einen sehr informativen Beitrag von dir gelesen , daher frag ich ^^

Re: Leben und/oder studieren in Kanada

nein "noch" nicht. Wobei ich mir das sehr überlegen muss nachdem ich dank eines Englischlehrgangs (sponsort by Firma ^^) mit einem Calefornia der in Kanada studiert hat, gesprochen hatte bezüglich "immigration".

Hier die Infos die ich erhalten habe.

Vorab...derjenige ist ein Englischlehrer und Halb Amerikaner halb Deutscher ('Mutter lebt in Köln). Er kann somit am besten die Unterschiede zwischen Deutschland und Kanada/USA auszeigen und er hat schon öfter Leute deswegen beraten.

Fakt 1: Studium
Wer studiert der hat am ende eines Vollzeitstudiums min 40.000 CAD schulden. Das Studium kann man sich nur erlauben weil die dortigen Banken einen speziellen Kredit an Studenten verteilen. Ob das so lustig ist 40.000 CAD schulden zu haben sei dahingestellt

Fakt 2: Für alle die mit Kindern auswandern
In Kanada gibt es ähnlich wie in den USA eine Jugenschutzbehörde die sowas darstellt wie das "Jugendamt" in Deutschland aber das mit einem gravierenden Unterschied. Wenn nämlich dieses Amt der Meinung ist (egal ob wirklich oder nicht) das Du deine Kinder nicht versorgen kannst dann entziehen sie Dir die Kinder und geben diese in eine Pflegefamilie.
Das passiert auch wenn Du noch in der Probezeit (die ersten 3 Jahre) bist !! Erst wenn Du wieder zurück nach Deutschland willst bekommst Du die Kinder wieder. Wer dieses Risiko für seine Kinder eingehen will....bitte schön ^^

Fakt 3:
Wer den "Einstufungstest" nach Punkten klar besteht (bezogen auf Worker nicht Selbstständige) die werden sofern sie keinen Arbeitsplatz vorweisen können für mehrere Jahre unterste Jobs ausüben. Wechselt dabei nicht einen "Job" als Beruf. Das sind zwei ganz unterschiedliche Dinge. Ein Job ist ein Arbeitsplatz der keiner/kaum Ausbildung benötigt und entsprechend bezahlt wird. Es gibt genug Immigranten die 2-3 "Jobs" haben um sich über Wasser halten zu können. Meisst arbeiten sie 7 Tage die Woche und das auch zum Teil mit Schichtdienst für minimale Bezahlung.

Fakt 4:
Immigranten sind oft nicht gut angesehn. Auch wenn es nach der Werbung vom Staate Kanada etwas shizzo klingen mag aber es ist derzeit so das viele Immigranten so behandelt werden wie in Deutschland die Türken. Viele Immigranten bekommen nur einen Job als Taxifahrer oder Pizzalieferant obwohl die einen Doktor gemacht haben oder ähnlich hohe Qualifikationen nachweise können. Es gibt schlicht weg auf einigen Gebieten des Arbeitsmarktes genauso wie in Deutschland eine Sättigung.

Fakt 5:
Pro Monat muss man folgenes an Kosten einkalkulieren:

-Pro Erwachsener ca. 1200 CAD
-Pro Kind ca. 500 CAD

Damit sind alle Lebenserhaltungskosten (Kleidung, Essen usw)samt Miete drin. Aber wirklich gut davon kann man nicht leben da es grade so reicht.

Fakt 6:
Das Klima in Kanada "kann" rau sein. Laut Erfahrungsbericht kann man aber nicht nur in der "Wildness" erfrieren sondern es ist schon öfter vorgekommen das z.B. im norden von Toronto der eine oder andere in seiner !!Wohnung!! erfrohren ist. Es ist also ein trügerischer Schein zu meinen das nur weil man an/in einer grossen Stadt lebt nicht in seinem Heim erfrieren kann.

Fakt 7:
Die Wohnungen sind oftmals hellhörig. Das liegt zum einen daran das die Baustoffe die benutzt werden recht "kark" sind und zum anderen das die Verarbeitung auch nicht grade die beste ist. Rund 40% der Bevölkerung in Kanada hat "Atemwegserkrankungen" und dies liegt oftmals daran das die Wände nicht aus Ziegel sondern aus dünnen Holz sind mit (Sperrholz welche mit Lösungsmitteln und Leim behandelt worden ist als Dämmung).

Fakt 8:
Wenn man grade so mit dem Geld hinkommt, dann muss man sich oftmals entscheiden ob man (im Krankheitsfall) lieber Medizin einkauft oder was zu essen. Kein Witz !! Geholfen wird einem nicht wenns hart auf hart kommt. Betteln wäre eine Möglichkeit :/ oder halt hungern und lieber Medizin kaufen.
Jeglicher Zahnersatz kostet sowie deren Behandlung. Muss der "Kunde" natürlich alles komplett selber tragen. Die "Health Care" (ca 30 CAD IM MONAT !!) ist nur dafür da damit man überhaupt noch ins Krankenhaus reinkommt oder z.B. ein Arzt einem Zuhause untersucht.


So das wars vorerst.....mein Gedanke zu dem ganzen ist das ich es mir nochmals gründlichst überlegen werde ob ich das wirklich mache. Ich habe Kinder und somit auch eine grosse Verantwortung. Es geht nicht darum sich zu überwinden es einfach zu "machen" sondern ob es nicht vielleicht ein zu grosses Risiko beinhaltet die Zukunft der gesamten Familie zu zerstören.

Update:

Und da ich schon dabei bin mal als Beispiel:

http://www.fahrerjob.de/pls/fahrerjob/site.stelle_deteil?c_id=79606571225460267347732491394490634&p_strperlkz=CAN&p_strperplz=&p_strperdate=01.01.1990&first_row=0&link_id=0&lfd_nr=5671

Da sieht man ganz gut was in Kanada "eigentlich" gesucht ist

Ich kopiere den Text mal hier rein, für denjenigen der keine Lust hat zu surfen ^^:

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Re: Leben und/oder studieren in Kanada

Hi Rewind,

zu 1 - Studium:
Studienkredite werden auch hier in D kommen oder gibt es die schon.

zu 2:
In D gibt es auch ein Jugendamt und die nehmen dir auch die Kinder weg, wenn die der Meinung sind, du könntest für sie nicht sorgen, hast du auch keine Chance gegen.

zu 3:
Ein Job ist hier auch nur ein Job und kein Beruf. Manche haben hier in D auch 2, 3 oder 4 verschiedene Jobs um über die runden zu kommen.

zu 4:
Tja, warum sollte es einem Deutschen denn im Ausland besser gehen, wie einem Ausländer hier in D???

zu 5:
Die kosten die du da aufführst liegen auch immer an deinem Persönlichen Lebensstill. Meinst du in D sind die Lebenshaltungskosten sehr viel geringer???

zu 6:
In D sind auch schon Menschen in ihren Wohnungen erfroren.

zu 7:
Hellhörige Wohnungen gibt es hier auch zu hauf, nemmt man Sozialbau

zu 8:
Aha, hier in D muss man also nicht überlegen, wenn man so grade mit dem Geld hinkommt, ob man lieber Medizin oder Lebensmittel kauft.
Zahnbehandlung, Ersatz, Spange gibt es hier acuh nicht mehr zum Nulltarif.

Zu deinem Schluss, sei nur gesagt: Verantwortung für die Familie hast du, auch für die Kinder und Auswandern ist immer ein Risiko. Aber glaubts du wirklich, das die Zukunft deiner Familie/Kinder hier in D besser ist/wird???
Ich will dich nicht vom Auswandern abhalten, das machst du schon selber, denn sonst würdest du nicht nur Negatives sehen beim Auswandern.

Samhain

Re: Leben und/oder studieren in Kanada - Beratung hier

Viele sind recht blauaugig, die denken weil es Qualifikationspunkte fur die Einwanderung gibt, gibt es auch jobs in den Bereichen.
Nichts da, auslandische Abschlusse, und speziell Hochschulabschlusse werden nicht anerkannt, vielleicht fur einzelne Scheine die man in Dtl gemacht hat fur speziellen Kurse muss man aber in Einzelanerkennungsverfahren beantragen, (was am Ende Studiengebuhren spart) wenn man sich entschlossen hat, in Kanada den Uniabschluss zu machen. Unisabschluss gibt es nach so und soviel Kursen. Jeder Kurs kostet mind $500 fur Kanadier (am College, Uni ist mehr) und ist nur fur ein Semester. Noch-nicht Kanadier zahlen doppelte Studiengebuhr (pro Kurs!!!), hinzu kommen Verwaltungsgebuehren. In der Zwischenzeit kann man als in Dtl gelernter Mediziner oder Jurist, drei Jobs fur $6/ Std nebenbei machen. Oder Du man kommt erst her, ohne gleich studeiren zu wollen und verdient erst mal und holt sich bei "erfahrenen" Einwanderern (wie mich) Info ein.
Bin alleine eingewandert, hatte Fachschulabschluss in BWL und Uniabschluss als Jurist (war alles vor'n Arsch), und die ersten Jahre habe ich mich mit bis zu 4 Teilzeitjobs gleichzeitig uber Wasser gehalten. Das ging aber nur weil ich keine Familie hattet. Damit hatte ich Lebensunterhalt und ein Teilzeitstudium finanziert um einen anerkannten Kanad Abschluss zu bekommen. Habe jetzt meine eigene Rechts-und Wirtschaftsberatungsfirma und Notariat, die wesentlich billiger ist als hier zu zugelassenen Einwanderungsanwalten zu laufe, die $ 400 pro Std verlangen. Allerdings gibt es Lucken im System die man nutzen sollte, und dann kommt man auch durch den Immigration-prozess. Wer sich naher informieren will, notariell beurkundete Diplome brauch, oder juristische oder generelle Info und Hilfe, kann mich kontaktieren