Auswandern-Uruguay ! Die Alternative zu Europa ? - Angekommen, das 1. Mal in Uruguay

Reisebericht

Reisebericht

Hola todos!

Meine Frau Kati (33) und ich (40) haben in Muenchen alles aufgeloest, um in Uruguay einen netten Ort zu finden, wo wir eine neue Existenz
aufbauen koennen. Uns schwebt ein kleines Hotel oder ein ordentliches B&B vor, grundsaetzlich sind wir aber offen fuer alles, wenn Konzept und Umfeld stimmen.
Fuer alle, die aehnliche Plaene hegen gebe ich hier in loser Folge unsere
Eindruecke und Ergebnisse unserer Suche in Form eines Reiseberichtes wider.

Anreisetelegramm:

Am 08.12.05 Abflug von Muenchen - Ankunft in Madrid: beim Betreten des
Flughafengebaeudes mussten wir, obwohl Transitreisende, noch einmal durch den Sicherheitscheck, wo ca. 100 Leute bereits anstanden - Kati hatte auf den Abflugmonitoren entdeckt, das unser Weiterflug um ca. 1 Stunde vorverlegt wurde - waehrend wir in der Reihe standen wurde sie sekuendlich nervoeser, da aufgrund des Kontrolltempos irgendwann klar war, dass das Flugzeug bereits seit ca. 1 Stunde abgehoben haben musste - endlich durch die gruendliche Leibesvisitation durch - wieder anziehen - ab zum Abflugsgate - noch keine Boarding-Karten - das Boarding hatte noch nicht stattgefunden - Boarding-Karten bekamen wir jedoch nicht mehr, ebenso ca. 10 andere Wartende - der Flug war anscheinend ueberbucht - im Flugzeug 3 mal neue Plaetze zugewiesen bekommen - Riesenapplaus als endlich alle sassen (einige Economy-Reisende nun gluecklicherweise in der Business-Class) - als alle schon angeschnallt waren, und die Stewardessen die Instruktionen fuer die Notfallmasssnahmen gegeben hatten hiess es ca. 1 Stunde spaeter: wieder aussteigen! - Auf dem Rollfeld sahen wir beim Einsteigen in den Bus den Grund: das halbe Triebwerk lag auseinandergeschraubt auf dem Boden! - wieder zurueck zum Terminal - ab zur Sicherheitskontrolle: da warteten nun ca. 150 Leute auf ein Durchkommen! - endlich wieder am Abflugsgate - ich freute mich gerade auf ein Bierchen, als es hiess: alle wieder einsteigen! - nach ca. bereits 3,5 Stunden Zeitverlust waren alle wieder startbereit, als es eine kaum verstaendliche Durchsage nur auf spanisch gab, und danach eine grosse Aufruhr - Grund: wegen technischen Defekts Zwischenlandung in Sao Paulo - danach weitere Schwierigkeiten in Buenos Aires (wuerde hier den Rahmen sprengen) - bei der Gepaeckausgabe blieb Katis Rucksack verschwunden - nach
34 Stunden endlich im Hotelbett - das Telefon schellt: Rucksack wurde ins
Hotel geliefert - aergerlich: beide Rucksaecke waren geoeffnet worden und einige Dinge fehlten, darunter auch mein Ladegeraet fuer die Digitalkamera, welches sich in Montevideo auch nicht nachkaufen liess - ein Ratschlag: abschliessbare Gepaeckstuecke verwenden!

Montevideo:

Montevideo wurde in 3taegigem Gewaltmarsch durchschritten.
Was dem gemeinen Touri der Sonnenbrand (somit auch uns), dem Franzosen sein Baguette unter dem Arm, dass ist dem hiesigen Uru seine Thermoskanne und die Aufgusskalebasse (vollgestopft mit Mate) in der Hand: an jedem erdenklichen Ort goennen sie sich so einen Schluck ihres Lieblingsgetraenks. Ebenso Gabriel, der Busfahrer der Linie 191, der waehrend der Fahrt seinen Linienbus kurzerhand zum Sightseeing-Mobil fuer uns umwandelte und zwischendurch immer wieder zur Strohhalmkalebasse griff.
Montevideo ist nach unserem gefuehlten Empfinden erheblich groesser
als 1,3 Mio. Einwohner. Der Strassenverkehr ist enorm, die Luftqualitaet und der staendige Geraeuschpegel dementsprechend.
Die Altstadt ist offensichtlich dem Verfall preisgegeben. Es gibt viele Ruinen und eine Menge Muell und Hundekot auf den Strassen.
Tolle historische Bauten wechseln sich mit Betonkloetzen aus der wohl sozialistischen Aera.
Die langen Sandstraende (die nicht wirklich zum Baden einladen) gibt es nur in Kombination mit einer Hochhaus-Silhouette.
Das Essen ist gut. Ein Ratschlag: will man sein Steak medium gebraten haben, so sollte man es "bien jugoso" bestellen - "medio" hat bei uns nie funktioniert.
Die Armut in der Stadt war nicht sehr offensichtlich: die meisten Leute sind sehr gut gekleidet, Bettler sprachen uns waehrend der ganzen Zeit nur 4-5 mal an. Darunter jedoch 2 kleine Kinder, als wir gerade eine kalte Platte mit Kaese und Wurst bestellt hatten. Guten Gewissens weiteressen konnten wir in dem Moment nicht mehr, so beschlossen wir, ihnen die Lebensmittel mitzugeben, was der Kellner gar nicht gerne sah. Nach einem kurzen Gespraech erklaerte er sich jedoch bereit, alles fuer die Kleinen einpacken zu lassen.
Fazit: Die scheinbar ruhige, melancholisch wirkende Stadt (uns bekannt aus Diavortrag und Bildern aus dem Internet) ist jedoch gar keine! Die Bilder der menschenleeren Strassen muessen alle an einem Sonntagmorgen gemacht worden sein! Kurz: kein Ort fuer uns.

Piriapolis:

Die Busfahrt von Montevideo nach Piriapolis dauerte knapp 2 Stunden.
Unterwegs, am Stadtrand, sahen wir doch noch vereinzelte Wellblechhuetten.
Es war ein gutes Gefuehl, dem Grossstadtmoloch den Ruecken zu kehren. Fast schon euphorisch waren wir, als wir unserem neuen Ziel immer naeher kamen: lange weisse Sandstraende, keine Hochhaus-Silhouette, leere Strassen...
Wir haben uns in einem kleinen Hotel direkt am Strand einquartiert, auf
unserem Balkon hatten wir bei einem oder mehreren Glaeschen Rotwein (Tannat, 1L., Tetrapak, 1,2 €, schmeckt wirklich hervorragend!!!) einen
Postkarten-Sonnenuntergang. Endlich sehen wir alles etwas "relaxter".
In der Stadt richtet sich momentan alles auf den bevorstehenden Ansturm der Touristen ab dem 26.12. ein: vorgestern wurde hier zu Werbezwecken die groesste Paella der Welt praesentiert, ueberall wird noch schnell aufgeraeumt und instandgesetzt. Die Lage, die Naehe zu Montevideo und zu Punta del Este lassen Boeses erahnen: vorbei sein wird es mit der Ruhe und die Preise werden wohl auch anziehen; die Immobilienpreise sind hier dementsprechend hoch.
Wir fluechten schon morgen: um 10.30 Uhr fahren wir nach La Paloma weiter.
Dort hoffen wir auf einen Ort nach unseren Vorstellungen zu treffen...

La Paloma:

La Paloma ist eine Geisterstadt!!!
Ab dem 26.12. wird sie, wie uns erzaehlt wurde, fuer 2 Monate zum Leben
erweckt, um danach wieder ins Koma zu fallen. Fast alle Kalebassentraeger besitzen anscheinend ein Ferienhaus am Meer, ausschliesslich genutzt fuer die Urlaubszeit ab Weihnachten.
Im Ortskern gibt es ein 14stoeckiges Hochhaus, einen grossen Platz mit
Restaurants (eins hat schon geoeffnet!) und Casino. Unser Hotel befindet
sich ebenfalls dort, gefuehrt wird es von einer unbekannten Anzahl von
Kindern und einem in die Jahre gekommenen Hippie namens Aldo.
Um keine Zeit zu verschwenden fuhren wir mit dem Taxi 3 Strandorte weiter, um dann zu Fuss, vermeintlich alles bestens eroiert, zurueck zu kehren.
Der weitest entfernte Ort, Punta Rubia, ist eine kunterbunt gemischte Anzahl von Haeusern ohne jegliche An- oder Bauordnung hinter den Duehnen, alle mit Meerblick und mit direktem Zugang zum ca. 100m breiten Sandstrand.
Nach einer Cerveza-Pause, wieder am Strand unterwegs, mussten wir
feststellen, dass der naechste Ort wohl nicht ohne weiteren Sonnenbrand zu erreichen sein wird. Zum Glueck liessen sich die Hosenbeine zur Haelfte mittels Reissverschluss abtrennen: so konnten wir, diese ueber den Kopf gestuelpt, halb Fremdenlegionaer, halb Schlumpf, weitermarschieren. Es waren insgesamt 10km.

Cabo Polonio:

Nach einem Ratschlag von Aldo fuhren wir mit dem Bus auf der Ruta del Sol bis zu einer Stelle, an der sich eine Art von "Monstertrucks" befanden. Wir stiegen in solch ein Gefaehrt und liessen uns ca. eine halbe Stunde quer durch die Duehnen bis zu einer Halbinsel namens Cabo Polonio schaukeln. Dort gibt es eine Ansammlung von ca. 100 illegal
gebauten Haeuschen, bewohnt von Aussteigern unter einfachsten Bedingungen.
Wasser haben alle durch eigene Brunnen, Strom einige durch selbst gebastelte Windraeder oder Solarzellen. Es gibt keine Zaeune, Huehner, Gaense, Hunde und manchmal auch Wildpferde bewegen sich frei zwischen den Behausungen.
Wir mieteten eine Huette und sinnierten beim Sonnenuntergang und einem guten Tetra Pak Wein ueber diese Art von Dasein.
Am naechsten Tag begaben wir uns wieder mit dem Duehnenfahrzeug zurueck zur Strasse, dort wurden wir, ohne den Daumen zu zeigen, von einem Paerchen zum naechsten Ort unserer Wahl gefahren. Wie sich erst am Ziel herausstellte musste es gar nicht dorthin: nur um uns einen Gefallen zu tun, nahm man gerne einen Umweg namens Aguas Dulces in Kauf.

Aguas Dulces:

Dieser kleine Ort beginnt ebenfalls erst jetzt wieder sich mit Leben zu
fuellen. Geschaefte werden eroeffnet, Behausungen hergerichtet, Restaurants auf Vordermann gebracht: auch hier stehen die Weihnachtsferien vor der Tuer.
Entlang des breiten unendlich langen Sandstrandes ziehen sich Haeuschen und Huetten. Zu verkaufen war ein kleines Haus in zweiter Reihe mit Meerblick fuer 10.000 US$.
Wir haben wieder einen Fremdenlegionaersmarsch bis zur naechsten Ortschaft (La Valizas) gewagt: ca. 10 km den Strand entlang, hin und wieder vorbei an toten, verwesenden Seeloewen, in diesen Faellen war die Beachtung der Windrichtung von Vorteil!
Unterwegs haben wir wieder einige illegal errichtete Huetten gesehen -
einige verfallend, einige bewohnt.
La Valizas ist ein kleiner Ort ohne geteerte Strassen und lediglich 2
Restaurants.
Zurueck in Aguas Dulces gingen wir am Abend in die Billard-Halle: ein Spieln mit dem Lokalmatador endete 2:0 fuer El Aleman.

Punta del Diablo:

In Punta del Diablo haben wir uns fuer 2 Tage in einer Art Jugendherberge
einquartiert. Hier haben wir seit Reisebeginn den ersten Kontakt zu
"Nichturus" gehabt, obligatorisch mit einem oder mehreren Tetra Paks Wein.
Der Ort ist der bisher attraktivste, den wir gesehen haben: schoene ruhige
Badestraende mit klarem Wasser, viele gute Restaurants und Grundstueckslagen mit Meerblick aufgrund der huegeligen Lage. Im Winter ist hier fuer Interessierte eine bekannte Walbeobachtungsstation.
Kati hat uebrigens die ersten Papageie aber auch Skorpione (zum Glueck
ungiftig aber leider mitten in unserem Schlafsaal) entdeckt.
Am Strand haben wir 2 gerade verendete Meeresschildkroeten (beide ca. 1,5m lang und direkt nebeneinander liegend) gesehen.
Wir haben uns von einem Makler herumfahren lassen: eine 500 qm grosse
Parzelle in Bestlage kostet 15.000 US$, ein neu zu bauendes Haus mit ca. 200 qm Wohnflaeche 25.000 US$.
Im Bereich Tourismus liesse sich hier bestimmt etwas machen, da der Ort international bekannt zu sein scheint, aber das Angebot an guten
Unterkuenften absolut begrenzt ist.

La Coronilla:

In La Coronilla gab es nicht viel zu sehen: "Downtown" ein geschlossenes und ein geoeffnetes Restaurant (Glueck gehabt!), eine Baeckerei und eine
Bushaltestelle. Der Rest besteht wieder aus leerstehenden Ferienhaeusern.

Barra del Chuy:

Aehnliches Bild in Barra del Chuy: jedoch keine Baeckerei, ein geschlossenes Restaurant (Pech gehabt!), aber mit Immobilienbuero. Ein Haus (keine Huette oder Baracke) bekommt man hier ab 5.000 US$, ein Baugrundstueck fuer 900 US$. Es gibt zwar auch hier wieder einen tollen Sandstrand, wegen der hohen Wellen ist er aber eher fuer Surfer interessant.

Fazit fuer den Kuestenstreifen von Montevideo bis Brasilien:
Lediglich Punta del Diablo ist ein Ort, der fuer uns interessant ist.

Chuy:

Chuy ist eine staubige Grenzstadt, geteilt durch 2 direkt aneinander
liegende Avenidas. Ueberquert man diese, so wechselt man ohne Kontrollen die Staatsgrenzen von Uruguay und Brasilien. Die beiden Strassen und die Zollfreiheit sind das einzige, was der Ort zu bieten hat, wobei letzteres keinen grossen Vorteil bringt, wenn man Technik- und Computer-Artikel kaufen moechte: ein 512 MB USB-Stick mit MP3-Player (keine Markenware) kostet beispielsweise 148 US$!
Ferner sieht man hier einige Vogelhaendler, die (illegal aber unbehelligt)
Papageien vekaufen.
Die Sprache hier ist ein Kauderwelsch aus spanisch und portugiesisch.
Nach der Uebernachtung in einem Hotel auf der brasilianischen Seite und
einer Dusche mit Stromschlag (eine Art von Minidurchlauferhitzer direkt
am Duschkopf elektrisierte bei Beruehrung das Wasser) war ich auch ohne Kaffee wach; habe ein Foto von der brasilianischen Innovation gemacht (kann dieses aber erst ins Internet stellen, wenn ich mal in einem Internet-Cafe bin, wo man meine SD-Card auslesen kann). Vom
Boden wieder aufgerappelt ging es dann ab zum Busbahnhof.

Treinta Y Tres:

Treinta Y Tres ist eine lebendige Kleinstadt mit ca. 40.000 Einwohnern,
einem sehr schoenen Zentralplatz mit einigen historischen Gebaeuden
drumherum. In einem sassen wir waehrend des Umsteigeaufenthaltes zum Mittagessen: eine Parillada (Grillrestaurant) in einem riesigen Raum mit ca. 7m Deckenhoehe; liesse sich aufgrund der Lage sicherlich toll herrichten.
Ein Berg Fleisch fuer 2 Personen mit Beilagen, Salat und 2 Litern Bier
kostete hier umgerechnet 9 €. Die Preise werden im Inland guenstiger und das Klima, je weiter noerdlich wir kommen, heisser.

Melo:

Es gibt Orte, die man nicht gesehen haben muss, bzw. von wo man schnell
wieder weg moechte: die Chance haben wir hier in Melo heute jedoch nicht mehr: der naechste Bus, der die Stadt wieder verlaesst, geht morgen um 6.45 Uhr!
Die Stadt mit ca. 50.000 Einwohnern besticht durch voellige Disharmonie in Beton, 3 Radiostationen, die sich alle im Zentrum befinden und mit vollster Lautstaerke das jeweils laufende Programm ueber an den Strassenecken angebrachte Lautsprecher wiedergeben. Hin und wieder fahren noch Reklamefahrzeuge, ebenfalls mit riesigen Lautsprechern bewaffnet, durch das akkustische wie optische Strassenchaos.
Unser "Hotel" (steht tatsaechlich auf dem alten, wohl ehemaligen
Lagergebaeude) wird gefuehrt von einer schrulligen Alten, die stark an die
Hauptdarstellerin des Films "Schmeissen wir unsere Mama aus dem Zug"
erinnert. Einen Schluessel zu unserem "Zimmer" in dem unuebersichtlichen dunklen Bau gibt es nicht. Vom Raum selbst gehen noch weitere Tueren zu irgenwelchen anderen Loechern. Der einzige Vorteil liegt darin, dass wir uns direkt gegenueber vom Busbahnhof befinden.
Nach einigen "Whisky Nacionales" mit Eis und Cola werden wir jedoch
sicherlich gut schlafen koennen.

Tacuarembo:

Auf dem Weg nach Tacuarembo stiegen unterwegs (an den grossen
Estancias) immer mehr Fahrgaeste zu: Frauen mit Kleinkindern und Gauchos in voller Tracht (Baskenmuetze, Multifunktionsguertel mit Messer,
Krempelstiefel, Reiterhose, obligatorische Thermoskanne und Trinkkalebasse), alle auf dem Weg zum Weihnachtsfest zu ihren Familien in der Provinzmetropole.
Beliebte Mitbringsel sind anscheinend hier Rinderhaelften und ganze Schafe, die noch ihren Platz fanden ueber 2 muenchener Rucksaecken in der Gepaeckladeflaeche.
Irgendwann waren alle Sitzplaetze fuer Frauen und Kinder hergegeben (viele Plaetze waren 3 - 4fach belegt!) und die Gauchos, und ein offensichtlich verirrter Gringo, der sie alle um einen Kopf ueberragte, standen dicht gedraengt im Mittelgang des Busses, der, schiffsaehnlich schwankend, durch die Pampa schaukelte.
Irgendwie schienen alle an der Fahrt ihren Spass zu haben, bis auf den
Gringo (der seinen Kopf mitten in der Dunstwolke hatte) und die Kinder, die sich, mittlerweile seekrank geworden, reihenweise uebergaben. Bereits nach 3,5 Stunden waren die 200 km bewaeltigt.
Wir haben uns im "besten" Hotel der Innenstadt einquartiert: 3 uruguayische Sterne sagen jedoch ueberhaupt nichts aus ueber Zustand und Service der Unterkunft. Im allgemeinen fehlt es (aus bisherigen Erfahrungen) an ordentlichen und sauberen Gaestezimmern. Generell sind die Baeder eine Katastrophe.
Es gibt hier 2 schoene Plaetze mit riesigen schattenspendenden Baeumen und Palmen, sowie einen Park, in dem abends Auffuehrungen und Live-Musik stattfinden.
Vor Montag koennen wir nicht weiter, da aufgrund der Festtage keine Busse fahren.

¡Feliz navidad!

Zwei Bayern in Uruguay

Hallo Eddy,

ein köstlicher Reisebericht; wir mußten an manchen Stellen Deiner Reisebeschreibung schallend lachen und freuen uns schon auf Deinen nächsten Bericht.

Gute Weiterreise für Euch.

Feliz Navidad
Tschicki


.......home is where my heart is.....

Re: Reisebericht

Hallo

toller Reisebericht. Sehr gut geschrieben, auch wir mussten an manchen Stellen sehr lachen.

So wie ich Deinen Bericht verstehe, ist dringend Bedarf an guten kleinen Hotels / B&B vorhanden. Das trifft sich gut.

Wir möchten auch gerne eine Pension eröffnen. Werden im September uns die Gegend anschauen.

Sind mal sehr gespannt auf die weiteren Berichte von Euch.

schöne Weihnachten noch und bis bald.

grüsse Ute und Tom


Fortsetzung Tacuarembo

Tacuarembo (der hier geborene Tango-Erfinder Gardel ist ueberall durch
Portraits allgegenwaertig) ist, wie fast alle Staedte hier, in Form eines
Schachbrettmusters angelegt. Nach 3 Tagen Aufenthalt haben wir festgestellt, dass sich das oeffentliche (und damit gleichzeitig motorisierte) Leben hier zwischen den Hauptstrassen "18. Juli" und "25. Mai" abspielt,
querstrassenbegrenzt durch einen begruenten Zentralplatz und den Stadtpark.
Dort sassen wir auf der Terrasse des einzigen so zu nennenden Restaurants der Stadt (wie auf dem Praesentierteller), zusammen mit dem Stammgast Adriano Celentano (enorme Brustbehaarung, unterstrichen durch das bis zum Bauchnabel aufgeknoepfte Hemd und der schweren Goldkette), bedient vom Kellner Averell Dalton ("Halt die Klappe Averell!").
Solange Benzin im Tank ist zirkuliert hier der Verkehr: auf den langen
Pickup-Ladeflaechen sind Gartenstuehle positioniert, auf denen die ganze
Grossfamilie einige Runden herumkutschiert werden kann. Ferner liegen
Motorradroller in der Gunst als Familienfahrzeug ganz weit vorne. Von hinten nach vorn sitzend aufgelistet: die Mutter mit dem schlafenden Baby im linken Arm, unter dem rechten die Thermoskanne, in der rechten Hand die Trinkkalebasse, davor die halbwuechsige Tochter, davor der mit einer Hand fahrende, seinen am Strassenrand stehenden Freunden zuwinkende Fahrer, zwischen seinen Fuessen der gerade getaetigte Einkauf und der freudig erregte Hund; Helme sind nur etwas fuer Weicheier, die wir hier aber noch nicht angetroffen haben.

Saludos
Eddy & Kati

Re: Reisebericht

Ich finde gar nichts lustig an Eddys Reiseberichten, sie triefen von Ueberheblichkeit.
Die Fluggesellschaft eine Bananen-Firma, nichts klappt,
Uruguay durchwandert in ein paar Tagen, mit einer Haeufung von Laecherlichkeiten.
Ihr hattet also erwartet, dass die Strassen der Hauptstadt menschenleer waeren, entsschuldigt Euer Hochwohlgeboren, dass die 1,5 Mio Einwohner mal kurz vor die Tuer getreten sind und Euch gestoert haben.
Blechhuetten in Piriapolis?????Der normale Eindruck von diesem Ort ist ein florierender Badeort.
Vielleicht fehlen Euch ja die Abenteuer-Urlaub Inkredenzien, dass Ihr sie unbedingt nach Uy verpflanzen wollt.
Skorpione????
Wenn Uy Euch so primitiv und laecherlich erscheint, lebt doch woanders.
Klugscheisser haben wir hier schon genug


Re: Reisebericht

Sorry Peter,

meinst Du nicht Du überträgst eine gewisse Antipathie gegenüber Eddi auf EDDY (mit y statt i)?

Und irgendwie kommt es mir vor, als hättest Du bei der Verteilung von Humor etwas zu wenig abgekriegt, oder haben die Norddeutschen wirklich so einen anderen Humor als die Süddeutschen?

Grübelnde Grüsse
Tschicki


.......home is where my heart is.....

Re: Reisebericht

Hallo Peter,
was ist los mit Dir? Eddy soll überheblich sein? Guck Dir mal sein Bild an, lächelt in die Kamera wie ein Maienkäfer. Nein, der Eddy kann keiner Fliege etwas antun. Eine Tetrapackung Tannat und Eddy unterhält uns einen Abend lang mit seinem Humor. Seine Berichte sind nun wirklich interessant, vielleicht ein etwas anderer Blickwinkel (zum Glück) als Du und ich haben, beim Betrachten unseres Traumlandes. Uruguay primitiv, lächerlich ? Es ist alles nur in Deinem Kopf.
Eddys Erfahrungen decken sich mit meinen, allerdings kann er lustiger schreiben.

Also lieber Eddy, vergiss dieses Intermezzo, mach weiter wie bisher. Dieses Forum braucht Geschichtenerzähler wie Dich.


Re: Reisebericht

Ja, da hat wohl das Salzmännchen den Eddy mit mir verwechselt. Manchmal sind es die kleinen Dinge, die den Unterschied machen. Hier ein ganz simples Y.
Übrigens Tschicki, Salzmännchen ist kein Norddeutscher, sondern ein Berliner. Allerdings sind die in der Regel etwas weniger verspannt als er.
Aber jetzt will ich vorsichtig sein mit meinen Äusserungen, sonst kündigt er wieder rechtliche Schritte an

Eddy, lass dich von unserem Pausenclown nicht abschrecken. Dein Bericht ist ok, auch wenn ich in einigen Punkten anderer Meinung bin.

Re: Reisebericht

Und - Eddy, gefällt Dir Uruguay ?
Grüße Peer

Re: Reisebericht

¡Hola todos!

Danke fuer die netten Kommentare.
An Salzmann: Von Blechhuetten in Piriapolis habe ich nichts geschrieben; vielleicht die Texte demnaechst mal aufmerksamer lesen - auch zwischen den Zeilen! Ein bisschen mehr Assimilation (z. B. uruguayische Gelassenheit) waere wohl angesagter.
Von "deutscher Ueberheblichkeit" moechte ich mich hier ausdruecklich distanzieren, durch die Erzaehlweise mag es jedoch manchem Leser so vorkommen, da alle Eindruecke stark verdichtet (aber nicht unwahr) sind.
Nochmals zur Verdeutlichung: alle bisherigen Bekanntschaften mit Urus waren sehr erfreulich!
Wir sind momentan in San Gregorio de Polanco. Wir haben uns hier in ein Grundstueck direkt am See verguckt. Wenn alles glatt geht, koennten wir schon in ca. 2 Wochen Eigentuemer sein.
Wir werden weiter berichten.

¡Saludos y feliz año nuevo!
Stephan & Kati