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Bei jedem fünften Stromversorger steigt der Preis. WZ vom 22.02.2012

Bei jedem fünften Stromversorger steigt der Preis. WZ vom 22.02.2012

Bei jedem fünften Stromversorger steigt der Preis
Berlin/Kiel /til

In den vergangenen Wochen haben bereits über 160 Stromversorger an
der Preisschraube gedreht. Im März und April ziehen viele weitere
Anbieter nach. Nach Angaben des Internet-Verbraucherportals
Toptarif wollen mindestens 195 Grundversorger dann ihre Preise erhöhen.
„Von den in diesem Jahr bereits in Kraft getretenen und angekündigten
Erhöhungen sind bundesweit etwa 15,5 Millionen Haushalte betroffen“,
rechnet Daniel Dodt von Toptarif vor. Im schlechtesten Fall muss ein
durchschnittlicher Vier-Personen-Haushalt mit Mehrkosten von 95 Euro im Jahr rechnen.


Die Energieversorger verweisen neben der steigenden EEG-Umlage
vor allem auf die Sonderkundenumlage beim Netzentgelt. Hintergrund
dafür ist, dass sich die stromintensive Industrie seit Mitte vergangenen
Jahres von den Netznutzungsentgelten befreien lassen kann. Die Kosten
von 0,151 Cent pro Kilowattstunde werden stattdessen auf die anderen
Verbraucher umgelegt. Es wirke bizarr, „dass der Mittelstand und
Privathaushalte allein für die Kosten aufkommen müssen“, urteilt Philipp
Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien.


Allerdings: Während Verbraucher immer mehr für Strom bezahlen müssen,
ist der Preis für Strom an der Strombörse moderat. Beispiel Dezember:
Die Megawattstunde kostet in dieser Zeit maximal 50 Euro. Rund 15 Euro
weniger als in den Vormonaten.