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Energieverbrauch in Deutschland gesunken. WZ vom 21.12.2011

Energieverbrauch in Deutschland gesunken. WZ vom 21.12.2011

Energieverbrauch sinkt deutlich
Köln /dpa

Der Energieverbrauch in Deutschland ist in diesem Jahr deutlich
gesunken. Er werde voraussichtlich um knapp fünf Prozent auf 13 411
Petajoule (PJ) zurückgehen, teilte die Arbeitsgemeinschaft
Energiebilanzen gestern mit. Das entspricht rund 3,7 Millionen
Gigawattstunden. Hauptgrund dafür sei die milde Witterung gewesen. Dazu
kamen hohe Energiepreise mit entsprechend abschreckender Wirkung. Ein
zusätzlicher statistischer Effekt ergebe sich aus dem Ausbau der
Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien sowie Kraftwerken mit hoher
Effizienz, hieß es.


Bereinigt um Temperatureffekte wäre der Energieverbrauch 2011 nur um
ein Prozent gesunken. Der Mineralölverbrauch fiel auf das niedrigste
Niveau seit über 20 Jahren. Die Atomenergie verminderte ihren Beitrag
zur Energiebilanz als Folge des Ausstiegsbeschlusses im Jahresverlauf um
knapp 23 Prozent. Die erneuerbaren Energien legten 2011 insgesamt um
4,1 Prozent zu. Mit einem Beitrag von 1449 PJ – also rund 400 000
Gigawattstunden – steigerten sie ihren Anteil am Energieaufkommen auf
knapp 11 Prozent.


Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen wird von sieben Verbänden der
deutschen Energiewirtschaft und drei Forschungsinstituten getragen. Dazu
gehören der Gesamtverband Steinkohle, der Mineralölwirtschaftsverband
und das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin).