Lichtkinder - Christentum

Taufe

Taufe

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Sakrament Taufe

Meines Wissens kannte man in biblischer Zeit keine Sakramente. Jede menschliche Handlung bringt in göttliche, heilige Nähe. Denn jeder Mensch der in die Welt kommt, trägt das Licht Gottes in sich. Joh. 1,9

Ohne Ausnahme, ist Leben heilig. Folglich bedarf es keiner gesonderten Handlung, auch keiner Begegnung mit gesonderten Menschen. Andere Erklärungen sind reines Machtspiel. Vgl. auch

http://www.carookee.com/forum/Lichtkinder/21/Sakramentenverwalter.8075953.0.01105.html

 Sakramentenverwalter

Taufe

Ich brauche mir den Kopf nicht dazu zerbrechen. Das Kirchenheil und Praktiken mag von Taufen jeglicher Art, von Säuglings- bis zur Totentaufe, Taufe in jedem Sonntagsgottesdienst, usw. abhängen. Alles gibt es in der Christengeschichte. Ich glaube, Gott kann auf diesen Kult verzichten, gibt sein Heil auch ohne all das.

Thematik ist mir aber keineswegs fremd.

Volkskirche beruft sich auf biblich erwähnte Haustaufe, wo aber keine Rede von Säuglingstaufen ist.

Apostelgeschichte 16

"14 Und eine gottesfürchtige Frau mit Namen Lydia, eine Purpurhändlerin aus der Stadt Thyatira, hörte zu; der tat der Herr das Herz auf, sodass sie darauf Acht hatte, was von Paulus geredet wurde. 15 Als sie aber mit ihrem Hause getauft war, bat sie uns und sprach: Wenn ihr anerkennt, dass ich an den Herrn glaube, so kommt in mein Haus und bleibt da. Und sie nötigte uns.

 

Glauben, Buße, hat dagegen nach überwiegenden freikirchlichem Verständnis, vor der Taufe= baptisma = untertauchen zu geschehen. Gemessen an biblichen Grundlagen kann ich ihnen recht geben, obwohl ich keine Freikirchlerin bin. Für die Praxis gibt es zahlreiche Bibelstellen. Von Säuglingen, bzw. religionsunmündigen Kindern ist mit Haustaufe  keine Rede. Das Untertauchen ist Symbol für das begraben werden mit Jesus und folgendes Auferstehen. Wer es noch genauer will, kann noch streiten, ob es stehendes oder fließendes Gewässer, innerhalb oder außerhalb Israel sein muss.

Auch das Argument, dass Jesus sagte: "Lasset die Kinder zu mir kommen!" spricht nicht für Säuglingstaufe. Jesus segnete die Kinder. Das tun auch Freikirchler.

Zur frühchristlichen Praxis existieren archiologische Nachweise.

Zitat:
Dr. Alessandro Bertolino, der Verfasser dieses Artikels, ein junger Archäologe, arbeitet als Führer in den Kallixtus-Katakomben. Er stellt hier den langen Vorbereitungsweg zukünftiger Christen vor, den diese bis zu ihrer Aufnahme in die kirchliche Gemeinschaft durch die Taufe gehen mussten: Aufnahme in das Verzeichnis der Taufbewerber (Katechumenen), die verschiedenen Phasen der religiösen Unterweisung, Zulassung zur Taufe. Des weiteren beschreibt er die damals gebräuchliche Methode der Katechese (Glaubensunterweisung) sowie die Riten bei der Vorbereitung und der Spendung des Taufsakraments anhand archäologischer Zeugnisse in alten Baptisterien (Taufkirchen) und Grabinschriften. Eine Auswahl an Literatur ist angefügt.

http://www.catacombe.roma.it/de/ricerche/ricerca18.html

Mit taufen von Säuglingen, menschlicher Handlung, die heute von Volkskirchen als Gnade Gottes bezeichnet wird, wurden nach Aurelius Augustinus ORDENSVATER, BISCHOF, KIRCHENLEHRER (354-430) scheinbar keine Christen. (Randbemerkung: Die Bischofsweihe wurde ihm nahezu aufgezwungen. Er glaubte nämlich zunächst auch nicht an diese Weihehandlung.)

Zitat:
(Augustinus zitiert in Epistula 196,9 Rm 2,25-29) - und dem ‹carnalis Iudaeus› - solch einer ist der die Gnade Christi leugnende Pelagianer, weshalb er diesen einen judaisierenden (‹iudaizans›) Christen nennt (Epistula 196,7). Christ werde der Mensch «nicht durch fleischliche Abstammung, sondern durch den Glauben, nicht durch das Gesetz, sondern durch die Gnade, nicht durch den Buchstaben, sondern durch den Geist, nicht durch die Beschneidung am Fleisch, sondern durch die des Herzens, nicht im Äußeren, sondern im Verborgenen, nicht durch Anerkennung seitens der Menschen, sondern seitens Gottes». So ist der Christ im geistlichen Sinn Sohn Abrahams, Jude und Israelit (Epistula 196,11).

http://www.augustinus.de/Aug_brisanz_1.htm

Die Beschneidung am Fleisch, die auch bei Jesus erfolgte, erfolgt in der Regel am 8ten Tag.

Damit gilt der Junge als Jude. Mädchen und Frauen tauchen statt dessen in der Mikwa, einem Tauchbecken, vgl. in Freikirchen unter, werden so zu Mitgliedern. Säuglingsbetröpfelung kann als humanere Nachahmung der Beschneidung gesehen werden. Hat aber die Beschneidung zum Glauben keinen Wert, wie Augustinus meint, hat auch die Betröpfelung, ohne Glaube, keinen Wert. Gnade bestimmt Gott, nicht irgendein Priester. Volksverdummung ist keine Gottesgnade.

Kommunion und Konfirmation müssen daran nichts ändern. In der Regel hat sich so nur Vereinsmitgliedschaft, mit Zahlung von Kirchensteuer, ergeben. Das kann man gewissermaßen eine Erbsünde nennen. Zu verdanken ist es ja meist den Eltern, lange vorausgehend den protestantischen Fürsten mit denen man gemeinsam evangelisch werden musste.

Die Bezeichnung Wiedertäufer taucht schon bei Augustinus auf. Das hatte allerdings derzeit andere Bewandtnis. Diese Wiedertäufer (genannt Donatisten) tauften ein zweites Mal, weil sie Priestertaufen unwert sahen, soweit Priester, nach deren Meinung, ein sündiges Leben führten.

Der Gedanke, dass Säuglinge Sünder sind, sie ggf. zur Buße, eine Notbetröpfelung, genannt Nottaufe, brauchen, letztlich offensichtlich weil sie die Unverschämtheit besaßen zur Welt zur kommen, erscheint mir Menschen-, damit auch Gottesverachtend, wenn jeder Mensch der in die Welt kommt, das Licht Gottes in sich trägt.

 

Martin Luther

scheint anfänglich ein Gegner der Kindertaufe gewesen zu sein. In einer Predigt zu Matthäus 8,1ff sagte er unter anderem:

Zitat:
"Taufe hilft niemand, ist auch niemand zu geben, er glaube denn für sich selbst, und ohne eigenen Glauben niemand zu taufen ist. Der Glaube muss vor oder je in der Taufe vorhanden sein  wo wir nun nicht können beweisen, dass die jungen Kinder selbst glauben und eigenen Glauben haben, da ist es mein treuer Rat und Urteil, dass man stracks abstehe, je eher, desto besser, und taufe nimmermehr kein Kind, damit wir nicht die Hochgelobte Majestät Gottes mit solchen Alfanzen und Gaukelwerk, dahinter nichts ist, spotten und lästern." (Martin Luther: Predigt am 3. Sonntag nach Epiphanias zu Matth. 8,1ff)

Im Großen Katechismus (S. 549) lehrt er: "Die Taufe bleibt, falls der Glaube fehlt, ein bloßes und wirkungsloses Zeichen."

http://de.wikipedia.org/wiki/Kindertaufe

Statt dies nun zu sehen, versucht bspw. Evangelische Kirche, Baptisten zu drängen, die Säuglingsbetröpfelung anzuerkennen. Man spricht jetzt von Kindertaufe. Wenn es getaufte Kinder, meinetwegen im Alter von 12 Jahren wären, wäre wohl notfalls von der Wassermenge Abstand zu nehmen. Aber so muss das ein schwerer Akt für Baptisten sein, denen leider der Buchstabenglaube, den man auch berechtigt kritisieren kann, wichtig ist.

Es gibt noch eine interessante Einzelbibelstelle, auf die Mormonen sich berufen. Aber das bringt leider keine Kirchensteuer ein.

1Kor 15, 29 Was würden sonst die tun, die sich für die Toten taufen lassen, wenn die Toten gar nicht auferweckt werden? Weshalb lassen sie sich denn für die Toten taufen?

***MEDITATIONSTEXT****

Es ist sicherlich eine größere und schönere Aufgabe, die Ansichten der Gegner zu verändern und so eine Wandlung der inneren Haltung zu bewirken, als die Feinde zu töten.(Hl. Johannes Chrysostomus)

 

Wenn du die Tür hinter dir schließt und das Licht in deinem Zimmer löscht, so bist du trotzdem nicht allein, denn Gott wohnt in dir und deine Seele wohnt in dir und beide brauchen kein Licht, um zu sehen, was du tust. (Epiktet)