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Gedicht: Der Schmetterling

Gedicht: Der Schmetterling

Der Schmetterling

Es war einmal ein buntes Ding,
ein sogenannter Schmetterling,
der war ein Falter
recht sorglos für sein Alter.

Er nippte hier und nippte dort,
und war er satt, so flog er fort,
flog zu den Hyazinthen
und guckte nicht nach hinten.

Er dachte nämlich nicht daran,
daß was von hinten kommen kann.
So kam's, daß dieser Schmetterling
verwundert war, als man ihn fing.

(zitiert aus: Noch'n Gedicht)
(Heinz Erhard, 1909 - 1979 )

Re: Gedicht: Der Schmetterling

Der Schmetterling

Sie war ein Blümlein, hübsch und fein,
hell aufgeblüht im Sonnenschein.
Er war ein junger Schmetterling,
der selig an der Blume hing.

Oft kam ein Bienlein mit Gebrumm
und nascht uns säuselt da herum;
oft kroch ein Käfer kribbelkrab
am hübschen Blümlein auf und ab.

Ach Gott, wie das dem Schmetterling
so schmerzlich durch die Seele ging.
Doch was am meisten ihn entsetzt,
das allerschlimmste kam zuletzt:

Ein alter Esel fraß die ganze
von ihm so heiß geliebte Pflanze.

(Wilhelm Busch, 1832 - 1908)

Re: Gedicht: Der Schmetterling

Der Schmetterling

Einen Schmetterling
- so zierlich schön -
habe ich heute
in unserem Garten gesehen.

Er flatterte
auf und ab
und brachte alles
um sich herum auf Trab.

Ich wollte ihn fangen,
doch nein - er war so klein,
und seine bunten Flügel
waren wie Sonnenschein.

Da flatterte er daher,
ganz leicht im Wind,
und die Zeit flog mit ihm fort,
so ganz geschwind.

Irgendwann - da hob er ab,
als ob er an einer Wolke hing,
und ich rief ihm noch hinterher:
"Auf Wiedersehen, mein Schmetterling!".

(unbekannt)