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Sammer hält DFB-Elf für "noch nicht Weltspitze"

Sammer hält DFB-Elf für "noch nicht Weltspitze"

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ie deutsche Nationalmannschaft hat sich zwar bei der WM zum zweiten Mal in Folge unter die besten Drei gespielt, glaubt man Matthias Sammer, Sportdirektor des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), sind derartige Erfolge keineswegs selbstverständlich. "Wir sind noch nicht Weltspitze", sagte der ehemalige Nationalspieler in einem Interview mit der Stuttgarter Zeitung.
 
Sammer sieht die DFB-Auswahl immerhin "auf dem Weg" zurück unter die besten Mannschaften der Welt. "Die Maßnahmen, die wir eingeleitet haben, werden uns den gewünschten Erfolg bringen, da bin ich mir ganz sicher", sagte der Europameister von 1996: "Es ist auch eines meiner Ziele, dass wir bald wieder den Weltpokal in den Händen halten."
 
Sammer fordert einheitliches Spielsystem
 
Sammer will den deutschen Fußball mit Eliteförderung und einem "einheitlichen Spielsystem für die U-Teams" in der Erfolgsspur halten. Dazu gehören auch verstärkte Leistungsdiagnostik, Betreuung im psychologischen Bereich und intensive Trainingsanalyse mit Hilfe eines neuen Videomanagements. "Das alles greift mit dem Beginn des neuen Jahres", sagte er.
 
Als Mittelpunkt seiner Aufgabe sieht Sammer, der seit April beim DFB ist, die Arbeit mit dem Nachwuchs. "Vereinfacht gesagt handelt es sich bei meinem Konzept um eine Ausbildungsphilosophie", sagte er: "Die muss jeder Trainer kennen, vom Proficoach bis zum Jugentrainer."
 
Der Sportdirektor begrüßte ausdrücklich, dass die Vereine der Bundesliga zuletzt wieder verstärkt auf die Jugend setzen, wünscht sich aber auch, dass noch mehr Klubs dem Beispiel des VfB Stuttgart oder von Hertha BSC Berlin folgen. "Die Denkweise in der Bundesliga wird sich noch stärker ändern müssen", sagte Sammer.
 
Nachholbedarf im Europapokal
 
Er selbst "habe dafür zu sorgen, dass sich möglichst viele Talente ganz oben durchsetzen, dass Spieler nachkommen, die eine noch bessere Qualität haben. Dann werden wir auch im Europapokal wieder erfolgreicher sein."
 
Auch im Bereich der Trainerausbildung sieht Sammer Bedarf an Korrekturen. So kritisierte er etwa, dass junge Übungsleiter zu oft bereits im Profibereich tätig werden, ehe sie beim Nachwuchs die Grundlagen ihres Jobs in der Praxis kennengelernt haben. "Es gibt heutzutage keine Trainer mehr, die sukzessive aufgebaut werden. Da gibt es Überlegungen, das zu reglementieren", sagte er.