Jugendamtsterror und Familienrechtsverbrechen - DDR-REGIME: Ideologisch angewandte Familienrechtspolitik

DDR-Zwangsadoptionen

DDR-Zwangsadoptionen

Literatur zur staatlich organisierten Kindesmisshandlung

Medienberichte zur DDR-Zwangsadoption



Zwangsadoption in der DDR: Kidnapping per Gesetz


MÜTTER OHNE KINDER
Kindesentzug in der DDR
25. Dezember 2003, 19 Uhr
MDR FERNSEHEN

Zwei Jahre nach dem Fall der Mauer kommt eines der dunkelsten Kapitel der DDR-Geschichte ans Licht. In Zeitungspapier eingewickelte Schriftstücke aus den Archivkellern des Bezirksamtes Berlin-Mitte beweisen, was Ost- und Westpolitikerjahrelang geleugnet hatten: In der DDR wurden Kinder auf Veranlassung des Staates, ohne Einwilligung derleiblichen Eltern, zwangsadoptiert.

Das Thema warkeinesfalls neu. Bereits 1975 berichtete der "Spiegel" über die Praxis der gewaltsamen Familientrennung "wegen Republikflucht verurteilter und vonder Bundesrepublik freigekaufter Eltern". Die Veröffentlichung führte zu einem Eklat,der die innerdeutschen Beziehungenschwer belastete. DerSpiegel-Korrespondent in Ost-Berlin wurdeausgewiesen, der ständige Vertreter der DDR in Bonn kurzfristig vor seinem Antrittsbesuch ausgeladen. Helmut Schmidt sah die Unterzeichnung des Verkehrsabkommensmit der DDR schwinden, die DDR sprach von einer "groß angelegten Hetzkampagne".

Die 16 Jahre später in Berlin gefundenen Aktenordner belegen detaillierte Schicksale. In mehreren Fällen wurde von 1971 bis1974 Eltern aus politischen Gründen, meist unter dem Vorwurf der Republikflucht oder der Spionage, das Sorgerechtfür ihre Kinder entzogen. Hauptverantwortlich:die damalige Ministerin fürVolksbildung Margot Honecker. In der DDR eine mächtige Frau. Das musste auch Petra Köhler erfahren.

Mit den Lebensumständen in der DDR unzufrieden, rebelliert sie, versucht, die DDR auf legalem Weg zu verlassen, stellt mehrere Ausreiseanträge. Und gerät dadurchins Visier des Staatssicherheitsdienstes. Petra Köhler wird mehrfach vorgeladen, soll die Antragsstellung unterlassen.Belehrungen. Drohungen. Die Stasiweist der jungen Mutter eine Altbauwohnung zu, ohne Bad, an den Wänden wächst der Schimmel. Als sie sich beschwert und den Gang an die Wahlurne verweigert, lernt sie eine der perfiden Stasimethoden, die so genannte "Assi-Falle Stufe 1", kennen: Ihr werden alle Rechte der DDR aberkannt, sie verliert ihren Job und darf nur noch das machen, was die Abteilung Inneres des Kreises Gera ihr zuweist. In ihrem Fall: Kartons kleben.

Die "Assi-Falle" ist auch für Uwe Hilmer von der Forschungs- und Gedenkstätte Normannenstrasse kein Fremdwort: "Das viel gerühmte Recht auf Arbeit hatte auch eine dunkle Seite - die Verpflichtung zur Arbeit. Wenn jemand aus seinem Beruf entfernt wurde, dann war es für ihn wichtig, dass er so schnell wie möglich wieder Arbeit fand. Ansonsten hätte unterstellt werden können,dass er asozial lebte. Und Asoziale hatten natürlich auch das Recht zur Erziehung ihrer Kinder verwirkt. War esso weit, begannen die Mühlendes Apparates zu mahlen."

Im Fall Petra Köhler mahlensie besonders gründlich. Dasie sich gegen die "Diktatur des Proletariats" wehrt, greift Stufe II der "Assi-Falle". Im Februar 1981 wird ihr, veranlasst durch den Staat, in der Kinderkrippe Gera ihr Sohn weggenommen. Über die Mauer der Krippe hinwegversucht sie Kontakt mit Enrico aufzunehmen. Eine Kindergärtnerin entdeckt sie,informiert die Stasi. "15 Minuten später haben sie mich geholt." Die 21-Jährigekommt ins Geraer Stasigefängnis. Man verbietet ihr, sich noch einmal in die Nähe der Kindereinrichtung zu begeben, mandroht mit Gefängnis, schlägt und tritt sie,auch in den Unterleib. "Das Kinderkriegen würden sie mir austreiben, haben sie gesagt." Als Petra 1984 ihren zweiten Sohn Sven bekommt, erscheinen zwei Stasibeamte auf der Entbindungsstation. Sie sprechen eine deutliche Drohung aus:"Wenn ich mich dem Staat nicht beugen würde, dann sei er der Nächste."

Aus Angst, auch ihren zweiten Sohn zu verlieren, zieht sie sich zurück. Sie verhält sich still, bekommt im Laufe der Jahre noch zwei Mädchen, Jeanette und Jaris. Enrico sieht sie nie wieder. Kein Fluchtversuch, kein illegaler Grenzübertritt - im Gegensatz zu vielen anderen hatte sie lediglich versucht,die DDR auf legalem Weg zuverlassen.

Der Fall von Petra Köhler ist keine Ausnahme. "Mir persönlich sind mehrere Fälle bekannt",bestätigt Uwe Hilmer. "Ich glaube, ich begebe mich nicht auf unsicheres Gebiet, wenn ich sage, dass es wohl einige hundert Fälle gewesen sind."

Anfang der 90er Jahre wird inBerlin eine Clearingstelle eingerichtet,um diese Adoptionsfällezu überprüfen. Anlaufstelleauch für Petra Köhler.Nach der Wende nimmt sie dieSuche nach ihrem Sohn wiederauf. Doch sie kommt nichtweit. Auf dem Jugendamt Geraarbeitet noch dieselbe Mitarbeiterinwie zu DDR-Zeiten."Dahin bin ich dann nichtmehr gegangen, weil die Frau,die in die Adoptionssache verwickeltwar, dort noch gearbeitethat. Da hätte ich mich nichtunter Kontrolle gehabt. Diehatte mir mein Kind weggenommen!"

2003 ist die Betreffende nichtmehr im Jugendamt tätig.Jetzt leitet Petra Köhler erneutdie Suche nach Sohn Enricoein. In einem Brief schreibt sieihm, dass sie seine leiblicheMutter sei. Nach geltendemAdoptionsrecht darf sie nichtin direkten Kontakt mit ihmtreten, das Jugendamt soll den Brief weiterleiten.Doch der größte Schock stehtnoch bevor. Petra Köhler soll schriftlich indie Adoption ihres Kindes eingewilligt haben."Im Gefängnis haben sie mir Tablettengegeben. Mir fehlen einige Stundenmeines Lebens ." Sie beantragt Akteneinsicht.Und tatsächlich wird Petra Köhlerdie Einwilligung in die Adoption vorgelegt.Unterschrieben mit ihrem MädchennamenHartmann. "Man hatte mirmal im Gefängnis mehrere Dokumenteübern Tisch geschoben, aber die hab ichnicht unterschrieben, das weiß ich ganzgenau."

Für Hilmer ist es durchaus denkbar, dassDokumente gefälscht wurden. "Andererseitsbesteht aber auch die Möglichkeit,dass man sie in eine Situation gebrachthat, in der sie keine andere Möglichkeitmehr gesehen hat als zu unterzeichnen,um dieser Situation zu entkommen."

Erst vor einigen Monaten erfährtPetra Köhler, warum ihrdas Kind weggenommen wurde.Ausreiseanträge an sich warennicht strafbar. Stattdessenwird ihr alles, was sie selbst kritisierthatte, als Schuld angelastet.Ihre damalige schimmligeWohnung, die der Staat ihrzugeteilt hatte, ihre Arbeitslosigkeit,nachdem der Staat ihrden Beruf aberkannt hatte."Asozial" lautete der Vorwurf,der dem Staat das Recht einräumte,auf Paragraph 249 desStrafgesetzbuchs zurückzugreifen:legitimierter Kindesentzug.

Wochen später hatte das Jugendamtden Brief an Enriconoch immer nicht weitergeleitet.Nur die Adoptionsakte liegt ihr nun als Kopie vor.

Schlüsselfigur in SachenZwangsadoption war MargotHonecker. Doch direkte Anweisungenvon ihr an die Jugendhilfenlassen sich nichtnachweisen. Unbehelligt reist sie 1992 nach Chile aus. Auchder Leiter der Jugendhilfe im Volksbildungsministerium, Eberhard Mannschatz, ist zu keiner Stellungnahme bereit. Er erklärt lediglich: Zwangsadoptionen habe es in der DDR nicht gegeben.

Keiner der Verantwortlichen wird nach der Wende vor Gericht gestellt. Im Einigungsvertragist das DDR-Recht anerkanntworden, die Täter haben demnach keine Gesetze gebrochen. Mit Ausnahme der Todesschüsse an der Mauer. Sie werden als schwere Menschenrechtsverletzung gewertet. Zwangsadoptionennicht. Laut gültigem BGB ist auch heute noch die Entziehung des Sorgerechts bei "staatsfeindlicher Beeinflussung" möglich. Bisher gibt es aber kein einziges Urteil, das ein Kind aus diesen Gründen in öffentliche Obhut brachte.

Enrico heißt jetzt Florian, ist in Sachsen aufgewachsen und lebt jetzt in Bayern.Nach 22 Jahren haben sich Mutter und Sohn, nachdem ihr Brief endlich weitergeleitet wurde, bisher erst zweimal gesehen. Das Zusammenwachsen ist schwierig. Die DDR hat sie getrennt. Petra Köhler ist heute Mutter von vier Kindern und lebt in der Nähe von Leipzig.

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PHOENIX TV
Geraubte Kinder -Zwangsadoptionen in der DDR


Mi, 10.04.02, 20.15 Uhr
Do, 11.04.02, 07.30 Uhr
[foto] Gabriele Yonan flüchtete 1969 in die Bundesrepublik. Ihr Sohn Aristoteles wurde in der DDR festgehalten und gegen den Willen der Mutter zur Adoption freigegeben.

So, 30.06.02, 13.00 Uhr
[foto] Gisela Mauritz mit ihrem Sohn Alexander. Nach ihrer missglückten Republikflucht 1974 wurde der Vierjährige gegen den Willen der Mutter in der DDR zur Adoption freigegeben.

Sa, 06.07.2002, 18.00 Uhr


Der Film dokumentiert erschütternde Fälle von staatlich organisiertem Kindesraub in der DDR. Bei ihren Recherchen stießen die Autorinnen auf heftigen Widerstand, auf Ängste bei den Opfern und Drohungen seitens der Täter. Trotzdem gelang es ihnen, ein dunkles Kapitel DDR-Geschichte aufzurollen.

Petra K. lebte 1980 mit ihrem kleinen Sohn Enrico in einer 1 1/2 Zimmer Altbau-Wohnung in Gera. Die Wände waren verschimmelt, die Wasserleitung fror im Winter ein, es gab kein Bad. Sie beschwerte sich an höchster Stelle über den untragbaren Zustand und begann, Ausreiseanträge zu stellen. Da geschah das Unfassbare: Der zweijährige Sohn wurde ihr als Strafe weggenommen und zur Adoption frei gegeben.

Eltern, die eine Flucht in den Westen versucht oder auch nur den Gang zur Wahlurne verweigert hatten, wurden die Kinder weggenommen. Unter neuer Identität, unauffindbar für leibliche Eltern, wuchsen etwa 100 zwangsadoptierte Kinder in linientreuen Familien auf. Petra K. hatte sich Jahre lang nicht getraut, nach ihrem Sohn zu suchen. Ihre Angst bestand auch noch nach der Wende, denn im Jugendamt saß noch die selbe Frau, die ihr Enrico weg genommen hatte. Erst nach deren Pensionierung fasst sie Mut, nach ihrem inzwischen 22-jährigen Sohn zu suchen.

Film von Mica Stobwasser und Natascha Tillmann (2001)
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Die erste Biografie über Margot Honecker
MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Bereits vor einem Jahr produzierte Ed Stuhler ein Radio-Feature mit unbekannten Tonbandprotokollen Erich Honeckers. Nun widmet er sich Margot Honecker, der Frau, die bis 1989 nie offiziell kritisiert wurde und nach der Wende erfahren musste, dass sie neben Erich Mielke die meistgehasste Person des SED-Staates war. An Witzen oder Gerüchten um die First Lady der DDR mangelte es nie. Eine objektivere, besser recherchierte Einschätzung ihrer Biografie mit Fehlern und Leistungen gab es bislang jedoch nicht.

Kindheit und politische Karriere
Ed Stuhler interessiert sich vor allem dafür, wer Margot Honecker(geb. Feist) war, bevor sie 26 Jahre lang das Ministerium für Volksbildung führte. Auf Basis umfangreicher Archivstudien und zahlreicher Interviews mit Zeitzeugen - Wegbegleitern und Gegnern - porträtiert der Autor die dritte Frau Honeckers, beruflich und privat:


Ihre Kindheit im Dritten Reich mit dem fehlenden, im KZ inhaftierten Vater, mit den Hausdurchsuchungen und dem frühen Tod ihrer Mutter; ihr Nachkriegsengagement für ein neues Deutschland in den Reihen der KPD; ihr Blumenstrauß für Wilhelm Pieck zu seiner Wahl zum ersten Präsidenten der DDR; ihre Liaison mit dem noch verheirateten Erich Honecker; ihre Komsomol-Hochschulzeit in Moskau; ihre unspektakuläre Hochzeit mit dem aufsteigenden "Ulbricht-Kronprinzen" Honecker, um nach der Geburt ihrer gemeinsamen Tochter Sonja "endlich die Verhältnisse zu klären".

Machtmissbrauch und politische Verantwortung
Ed Stuhler beschreibt die Zeiten, in denen Margot Honecker als eine junge und attraktive Frau frischen Wind in die Volksbildung der DDR bringen konnte. Viele praktische Erfahrungen des DDR-Bildungssystems wurden von anderen Ländern, wie beispielsweise Finnland, übernommen. Der Autor beobachtet sehr genau, wie und wann aus dieser selbstbewussten Frau eine selbstfällige First Lady wurde, kritikunfähig und von Ja-Sagern umgeben, bis sie sich im Dezember 1989 vor dem zeitweiligen Ausschuss der Volkskammer zur Überprüfung von Fällen von Amtsmissbrauch und Korruption verantworten musste. Man warf ihr schließlich vor, über Jahrzehnte hinweg jede kreative Haltung der Schüler verhindert und "sachliche Redlichkeit und pädagogische Verantwortung" bei Lehrern untergraben zu haben.

Flucht und Exil
Am 13. März 1991 floh das Ehepaar Honecker nach Moskau. Gegen Erich Honecker lag zu dieser Zeit ein Haftbefehl wegen der Todesschüsse an der Berliner Mauer vor. Doch die politischen Verhältnisse im Lande änderten sich, dem neuen Präsidenten Jelzin, der Russland nach Westen öffnen wollte, war Honecker ein Dorn im Auge. Er forderte ihn auf, das Land zu verlassen. Familie Honecker bat den chilenischen Botschafter um Asyl. Ein halbes Jahr hielt sie sich auf dem Botschaftsgelände auf, dann eröffneten Honecker russische Sicherheitsbeamte, dass er an die BRD ausgeliefert wird, wo bereits der Staatsanwalt auf ihn warte.

Auch gegen Margot Honecker ermittelte die Berliner Staatsanwaltschaft seit August 1992 wegen Kindesentführung und Zwangsadoption. Zudem musste sie sich für die Zustände in Lagern für so genannte "schwer erziehbare" Jugendliche verantworten. Juristisch belangt werden konnte Margot Honecker jedoch nicht. So erkannte man ihr die zu Unrecht aberkannte Rente plus Zusatzversorgung für Staatsbedienstete wieder zu. Zurückgezogen lebt die heute 75-Jährige in Santiago de Chile im Haus ihrer Tochter.

Ed Stuhler auf der Leipziger Buchmesse
Ed Stuhler hinterfragt und versucht dem Leser zu vermitteln, warum diese Frau das Motto "die Partei hat immer Recht" als ihre Lebensmaxime begriff.
"artour" sprach auf der Leipziger Buchmesse mit dem Autor über sein Buch, das mit vielen Legenden aufräumt, über seine Arbeit an dieser Biografie und darüber, weshalb gerade ein österreichischer und kein deutscher Verlag sein Werk veröffentlicht hat.

zuletzt aktualisiert: 12. Mai 2003 | 16:33


Quelle:
http://www.mdr.de/leipzig-liest/fernsehen/558019.html

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Gisela Mauritz - Ein Kind wird zwangsadoptiert

1970 kam ihr Sohn Alexander zur Welt; Gisela Mauritz entschied sich, den Vater nicht zu heiraten und das Kind allein großzuziehen.

Freunden aus der Greifswalder Zeit gelang 1973 mit einem Fluchthilfeunternehmen der Weg in die Bundesrepublik. Nachdem sie ihren geflohenen Freunden in einem Brief »konspirativ«, wie sie sagt, ihre Entschlossenheit zur Flucht mitgeteilt hatte, unterrichteten diese eine Fluchthilfe­organisation. Ein nach Ost-Berlin entsandter Kurier teilte ihr Codes und nähere Angaben zu der geplanten Flucht mit.

Sie sollte mit ihrem kleinen Sohn an der Transitstrecke von Berlin nach Marienborn aufgenommen und in den Westen geschmuggelt werden. Zwei Versuche schlugen fehl, weil die »Ausschleusungsfahrzeuge« aus dem Westen nicht erschienen. Beide Male fuhr sie zurück in ihre Wohnung nach Ost-Berlin. Sie ahnte nicht, daß sie bereits in das Blickfeld der Stasi geraten war. Das Ministerium für Staatssicherheit hatte fast alle Fluchthilfe­unternehmen mit Agenten durchsetzt.

Bei dem dritten Fluchtversuch wurden Gisela Mauritz und ihr Sohn auf der Transitstrecke Marienborn von einem Lkw aufgenommen; das Kind hatte sie mit Valium beruhigt. Am Grenzübergang Marienborn erfolgte eine Ladungskontrolle, bei der ihr mit einer elektromagnetischen Klappe gesichertes Versteck von der Stasi zwar gefunden, aber zunächst nicht geöffnet werden konnte. Nach massiven Drohungen verließ sie ihr Versteck; sie wurde mit ihrem Kind in Stasi-Baracken abgeführt, das Fahrzeug durchsucht. Vom Schicksal des Fahrers erfuhr sie nichts - auch nicht, ob er die Flucht verraten hatte.

Am folgenden Tag, dem 14. Juni 1974, wurde ihr noch vor der Abfahrt nach Berlin der vierjährige Sohn weggenommen. Sie sollte ihn fast 15 Jahre nicht wiedersehen. Gisela Mauritz kam in die Untersuchungshaft nach Hohenschönhausen. Dort hörte sie erstmals von der Möglichkeit, daß politische Häftlinge der DDR von der Bundesregierung freigekauft werden konnten.

Obwohl sie das alleinige Erziehungsrecht für Alexander hatte, verweigerte man ihr jede Auskunft über den Verbleib des Kindes. Der Junge sei, so die Stasi in den Verhören, »gut aufgehoben«, und auf bohrende Nachfragen von Gisela Mauritz reagierte die Stasi mit erbarmungslos harten, über viele Stunden geführten Verhören, bis sie schließlich zusammenbrach.

Im August 1974 wurde Gisela Mauritz nach Magdeburg verlegt, ihr Prozeß für September angesetzt. Sie mußte befürchten, daß sie zu einer zweijährigen Haft verurteilt werden würde. Als mögliche Verteidiger legte man ihr drei Namen vor; sie entschied sich für den ihr persönlich nicht bekannten Rechtsanwalt Vogel, der ihre Vertretung jedoch nicht persönlich übernahm. Etwa eine Woche vor Prozeßbeginn erschien an Vogels Stelle sein Mitarbeiter G. und führte mit ihr ein halbstündiges Gespräch. Fragen zur Sache stellte er nicht, vielmehr zeigte er sich - wohl wegen der Abhörung durch die Stasi - »ängstlich und eingeschüchtert«.

Knapp zwei Wochen vor dem 25. Jahrestag der DDR-Gründung, am 24. September 1974, fand der Prozeß gegen Gisela Mauritz statt. Die Angeklagte nutzte die Gerichtsverhandlung zu einer »befreienden Rede«, in der sie die DDR direkt angriff. Sie habe, so ihr Anwalt, die Sache dadurch nur noch schwieriger gemacht. Dagegen hielt er nach Ansicht von Gisela Mauritz »ein ganz unzulängliches Plädoyer«, das keine wirkliche Verteidigung dargestellt habe; nicht einmal das Kind sei erwähnt worden. Das Urteil lautete auf viereinhalb Jahre Zuchthaus. Gisela Mauritz schoß in diesem Augenblick nur der Gedanke durch den Kopf: Was wird aus meinem Kind?

Eine Woche später wurde sie ins Zuchthaus Hoheneck transportiert. Sie traf Mitgefangene, die wegen versuchter Republikflucht zu noch längeren Haftstrafen verurteilt worden waren. Sie wurde einerseits durch weitere Informationen über Freikäufe ermutigt, andererseits hörte sie erstmals davon, daß Müttern aus politischen Gründen die Kinder weggenommen und an andere Familien zur Adoption gegeben worden waren.

Ende 1974 erhielt sie die Vorladung zu einem Termin in Berlin - das Referat Jugendhilfe beim »Rat« ihres zuständigen Stadtbezirks wollte ihr das Erziehungsrecht für den Sohn Alexander wegnehmen. Auch dieses Mal wandte sie sich in ihrer Angst vergeblich an Rechtsanwalt Vogel. Noch in Hoheneck fertigte sie Ausarbeitungen zu ihrer Verteidigung, aber die Anstaltsleitung nahm ihr die Unterlagen weg.

Nach Berlin verlegt, wurde sie dort gemeinsam mit Kriminellen inhaftiert. Bei dem Prozeß um das Sorgerecht, der im März 1975 stattfand, war kein Vertreter des Anwaltsbüros Vogel anwesend. Eine Möglichkeit zur eigenen Verteidigung und zur Verteidigung ihres Kindes erhielt sie nicht. Das Referat Jugendhilfe warf ihr im besonderen vor, daß die bei dem Fluchtversuch zur Beruhigung Alexanders verwendete Spritze aus der Bundesrepublik gekommen sei, und die Richterin verstieg sich zu der Unterstellung, daß die Injektion auch Zyankali hätte enthalten können.

Von Gisela Mauritz benannte Zeugen, die das gute Mutter-Kind-Verhältnis bestätigen wollten, durften nicht aussagen. Bei dem zweiten Gerichtstermin, der vier Wochen später stattfand, wurde sie von Rechtsanwalt Starkulla, einem Mitarbeiter Vogels, verteidigt. Obwohl sie ihn vorher nicht gesehen hatte, habe er, so Gisela Mauritz, seine Sache »gut« gemacht. Da sie seit dem Fluchtversuch - mithin seit zehn Monaten - ohne Nachricht von ihrem Kind war, forderte der Anwalt Auskunft über Alexanders Verbleib. Der Vorstoß blieb ergebnislos: Gisela Mauritz wurde das Erziehungsrecht für ihren fünfjährigen Sohn entzogen. Ihr Anwalt riet ihr von einer Berufung ab - offenkundig wolle man an ihr ein Exempel statuieren.

Gisela Mauritz, inzwischen nach Hoheneck zurückgebracht, wollte auf die letzte Chance der Berufung aber nicht verzichten und hoffte, daß ihr Sohn an die Großeltern gegeben würde. Im Berufungstermin, der bereits im August 1975 stattfand, ließ das Referat Jugendhilfe anklingen, daß Alexander sich bei einer »betreuenden Familie« befinde. Noch vor der Urteilsverkündung wurde Gisela Mauritz nach Hoheneck zurückgebracht.

Eine Freundin half ihr mit einem kleinen, aber für die verzweifelte Frau wichtigen Dienst. Aus der Ferne konnte die Freundin den kleinen Alexander sehen, als seine Kinderheimgruppe zu einem Ausflug auf den Ost-Berliner Alexanderplatz kam. Die Furcht vor der Stasi veranlaßte die Freundin, den Rückweg der Kinder nicht zu verfolgen. So blieb der Aufenthalt des Jungen unbekannt. Die Freundin konnte ihn lediglich aus der Distanz fotografieren; das Foto brachte sie der Mutter bei einem Besuch in der Haft mit. Gisela Mauritz fand, daß ihr Alexander jetzt wie ein »sozialistischer Soldat« aussehe. Für viele Jahre sollte ausgerechnet dieses Foto das letzte Lebenszeichen sein, das Gisela Mauritz von ihrem Kind hatte.

Kurz vor Weihnachten 1976 - Gisela Mauritz kann auch im Rückblick von 20 Jahren nicht an einen jahreszeitlichen Zufall glauben, sondern nimmt puren Zynismus an - wurde ihr in der Haftanstalt Hoheneck die Zwangsadoption ihres Kindes eröffnet. Die von ihr nie für möglich gehaltene Nachricht löste einen Schock aus. Sie brach mit Weinkrämpfen zusammen und »drehte«, wie sie es selbst beschreibt, in ihrer mit 24 Frauen belegte Zelle »völlig durch«, bis sie vom Wachpersonal medikamentös ruhiggestellt wurde. Als sie nach Wiederaufnahme der Arbeit Elektromotoren vom Tisch warf, galt dies als »Sabotage«.

Die Beruhigungsversuche endeten auf der Krankenstation. Gisela Mauritz erlebt die folgenden Tage im Trancezustand. Als sie zu sich kam, fand sie sich dort ausschließlich von Häftlingen umgeben, die wegen krimineller Straftaten verurteilt waren. Als der Chefarzt ihren schlechten Zustand und ihre seelischen Nöte bemerkte, meinte er nur: »Sie müssen das Problem so sehen: Wenn ein Ziegel vom Dach fällt, dann ist er weg. So einfach ist das auch mit Ihrem Sohn.« Für Gisela Mauritz lautete die Folgerung dieser ärztlichen Bemerkung: Ob Ziegel oder Sohn, sie sind einfach weg, du mußt es hinnehmen.

Gisela Mauritz versuchte eine Neuorientierung; sie besann sich, verzichtete auf weitere, sinnlose Protestaktionen und faßte den Entschluß, den Kampf um ihr Kind wieder aufzunehmen - zunächst ohne irgendein Ergebnis. Der Präsident des Roten Kreuzes der DDR, an den sie sich wandte, schrieb ihr, er könne in dieser Sache nicht tätig werden, und auch von Rechtsanwalt Vogel erhielt sie eine nichtssagende Antwort.

Als sie Anfang 1977 Besuch von einer Cousine aus West-Berlin erhielt, hörte sie, daß Alexander angeblich nicht adoptiert worden sei. Gisela Mauritz verlangte daraufhin den Haftstätten-Anwalt, und seine Reaktion ließ sie hoffen - nein, ihr Kind sei nicht adoptiert. Sie war völlig verwirrt. Die Nachricht erwies sich später als falsch.

Immer noch, drei Jahre nach der Verhaftung, hoffte sie auf die Abschiebung in den Westen. Die Hoffnung schien sich tatsächlich zu erfüllen, als sie im Juni 1977 nach Karl-Marx-Stadt (heute wieder Chemnitz) in die Abschiebehaft verlegt wurde. Noch von Hoheneck hatte sie ein Gespräch mit ihrem Anwalt erbeten, aber sie erhielt diesen Beistand auch nicht, als man ihr in Karl-Marx-Stadt einen Fragebogen präsentierte, der u. a. die Frage nach Kindern enthielt. Sie gab wahrheitsgemäß ihren zu diesem Zeitpunkt siebenjährigen Sohn Alexander an. Der Vernehmer reagierte ebenso verständnislos wie abweisend - von diesem Kind wisse man nichts. Sie wurde in die Zelle zurückgeführt und schließlich wieder nach Hoheneck gebracht - ihr Ausreiseantrag war abgelehnt worden. Sie brach erneut zusammen und kam auf die Krankenstation. Ihr körperlicher Gesundheits­zustand war bedenklich, und sie schien psychisch gebrochen.

Gisela Mauritz aber gab nicht auf. Immer wieder zwang sie sich auf die Beine, sie wollte ihr Kind, und sie wollte ihren Peinigern den Triumph eines weiteren Zusammenbruchs nicht gönnen.

Am 13. Dezember 1978 wurde Gisela Mauritz in die DDR entlassen - für sie ein neuer fürchterlicher Schlag. Bis zuletzt hatte sie gehofft, Rechtsanwalt Vogel würde sie »im Auto abholen und ohne Aufsehen in den Westen fahren«. Mit ihrer Haftentlassung war ein Aufenthaltsverbot für die »Hauptstadt der DDR« verbunden. In Döbeln, auf halber Strecke zwischen Leipzig und Dresden, wurde ihr bei der Firma ELMO eine Arbeit als Gewindeschneiderin zugewiesen. Da gegen die diplomierte Chemikerin kein Berufsverbot ergangen war, wandte sich Gisela Mauritz erneut an Rechtsanwalt Vogel und erhielt vorübergehend eine Stelle in einem chemischen Betrieb - ausgerechnet im Bereich »Politökonomie«.

Nach einem halben Jahr wechselte sie aus eigenem Antrieb als Requisiteuse und Souffleuse an das dortige Theater. Die an Erich und Margot Honecker sowie das ZK der SED gerichteten Bittbriefe, ihr den Sohn Alexander zurückzugeben, blieben unbeantwortet. Der Versuch, Rechtsanwalt Vogel einzuschalten, wurde durch das ihr auferlegte Berlin-Verbot behindert. Einen Vertreter schickte das Büro nicht, sondern forderte einen »Kurier«. Ein Bekannter von Gisela Mauritz aus Ost-Berlin suchte Rechtsanwalt Vogel auf, aber sein Besuch in der Anwaltskanzlei blieb ergebnislos. Als der Bekannte das Desinteresse und die Passivität von Rechtsanwalt Vogel erkannte und kritisierte, wurde er aus der Kanzlei verwiesen.

Schließlich fuhr Gisela Mauritz auf Vorladung von Rechtsanwalt Vogel Ende 1979 selbst nach Ost-Berlin. wohlwissend, daß sie sich wegen der gegen sie verhängten Auflage nach den DDR-Gesetzen erneut strafbar machte. Von Vogel persönlich zum Gespräch empfangen, sah sie sich, so im Rückblick, von seinem so ganz DDR-untypischen Gebaren »eingeschüchtert«; sie habe ihn »eiskalt« erlebt.

Für ihn sei sie offenkundig eine »kleine Bittstellerin« gewesen - von ihm, so ihr Eindruck, habe sie »nichts zu erwarten gehabt«. Vogel forderte sie auf, im nachhinein ihr Einverständnis zu der Adoption zu geben - für diesen Fall stellte er das ersehnte Wort »Ausreise« in den Raum, nicht ohne den Hinweis, daß sie auf alle Aktivitäten im Westen verzichten und eine entsprechende Zusage geben müsse. Gisela Mauritz merkte, daß die DDR »in meiner Sache absolut nichts mehr« zuließ.

Sie gab Vogel die geforderten Erklärungen und Zusagen und kehrte nach Döbeln zurück.

Auf eine positive Reaktion wartete sie vergeblich - im Gegenteil: Im Dezember 1980 wurde sie erneut verhaftet.

Während ihrer ersten Haft hatte sie die in den Westen entlassenen Mitgefangenen gebeten, von ihrem Fall zu erzählen. Daraufhin nahm kurz nach ihrer Haftentlassung der Missionsbruder Theo Koening aus Hiltrup bei Münster/W. Kontakt mit ihr auf - so wie »Bruder Theo« für viele »Politische« in der DDR und ehemalige Gefangene, die in den Westen gehen durften, seelischer Beistand und selbstloser Betreuer war. Er hatte der in Döbeln »von allen getrennten« Gisela Mauritz in zwei Jahren etwa 30 Briefe und Pakete geschickt; für die faktisch Isolierte war die menschliche Zuwendung von Bruder Theo, den sie ja gar nicht kannte, »ganz wunderbar«. Da Bruder Theo mit >Hilferufe von drüben< verbunden war, wurde gegen Gisela Mauritz der Vorwurf der Zusammenarbeit mit einer »verbrecherischen Organisation« konstruiert. Man machte kurzen Prozeß mit ihr: Sie erhielt erneut zwei Jahre und zwei Monate Haft.

Während der Haft erreichte sie die wiederholte Aufforderung Vogels, der Adoption ihres Kindes nachträglich zuzustimmen, der sie mit großem Bedenken zum zweiten Mal nachkam. Sie wollte nach ihrer Ausreise in den Westen den Kampf um das Kind neu aufnehmen.

Nach Verbüßung der vollen Haftzeit wurde Gisela Mauritz wieder in die DDR entlassen und kehrte im Februar 1983 nach Döbeln zurück. Vorübergehend konnte sie ihre Theaterarbeit wieder aufnehmen, brach aber bald zusammen und kam in eine Nervenklinik. Sie war Ärzten ausgeliefert, die besonders im Fall dieser »Politischen« eng mit der Stasi kollaborierten.

Als Gisela Mauritz ein Fazit ihrer bisherigen Bemühungen zog, kam sie zu einem niederschmetternden Ergebnis: Nach zehn Jahren hatte sie weder ihr Kind wiedergefunden noch die Ausreiseerlaubnis in die Bundesrepublik erhalten. Sie hatte verstanden, daß über ihr Kind nicht mehr gesprochen werden konnte, und sie beschloß »nach außen« so zu leben, als hätte sie kein Kind. Die Stasi setzte u. a. ein IM-Ehepaar auf sie an, aber sie hatte den Test wohl bestanden: Im Mai 1988 erhielt sie ein Telegramm aus der Kanzlei des Rechtsanwaltes Vogel, der sie zu einem Termin vorlud und ihr die Ausreise ankündigte.

Hintergrund der plötzlichen Wendung ihres Falles war ein Treffen Honeckers mit dem Vorsitzenden der CDU/ CSU-Bundestags­fraktion, Alfred Dregger, der ihren Fall angesprochen hatte. Gisela Mauritz mußte zum dritten Mal schriftlich erklären, daß sie im nachhinein mit der Adoption Alexanders einverstanden sei und keine DDR-feindlichen Aktionen in der Bundesrepublik unternehmen werde. Am 8. Juli 1988 durfte sie ausreisen.

In der Bundesrepublik fand sie sofort große Unterstützung bei der Suche nach ihrem inzwischen 18jährigen Sohn. >Hilferufe von drüben<, Zeitungen, Rundfunksender, ganze Schulklassen nahmen sich ihrer Sache an. Bei einem persönlichen Besuch im Bonner Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen versuchte sie, ihre Sache weiter voranzubringen, aber für den Rat des zuständigen Mitarbeiters, Ruhe zu bewahren, hatte sie kein Verständnis. Sie sei 14 Jahre ruhig gewesen, erwiderte Gisela Mauritz, jetzt werde sie handeln.

Der Durchbruch kam mit einer Sendung von »Report München« im Januar 1989. »Report« berichtete über ihren Fall - »Mutter West sucht Sohn Ost« - und zeigte alte Fotos. Der Hinweis auf eine Verbrennungsnarbe, die sich Alexander als Kleinkind zugezogen hatte, war entscheidend. Eine Zuschauerin aus Ost-Berlin, die als Rentnerin in den West-Teil der Stadt reisen durfte, meldete sich und gab den Hinweis. Zwei Tage nach der Sendung erhielt Gisela Mauritz einen Anruf aus dem Innerdeutschen Ministerium, das ihr den Namen und die Adresse der Adoptiveltern mitteilen konnte.

Gisela Mauritz telefonierte und schrieb sofort dorthin, erhielt aber am Telefon die schroffe Antwort, die Sache solle sie mit dem Anwalt der Adoptiveltern klären. Das Innerdeutsche Ministerium sagte zu, ein Treffen zu arrangieren. Sie begab sich in die Kanzlei des West-Berliner Anwalts Naumann. Dort wurde sie von Frau Vogel mit dem Wagen abgeholt; Naumann begleitete sie. In Vogels Kanzlei kam es nach mehr als 14 Jahren zur ersten Begegnung zwischen Mutter und Sohn.

Gisela Mauritz, gezeichnet von den Erfahrungen dieser Jahre, konnte kaum sprechen, Alexander, der keine Erinnerung an seine leibliche Mutter mehr hatte, zeigte sich hilflos. Rechtsanwalt Vogel, den sie auf die im Mai 1988 abgepreßte Verzichtserklärung ansprach, bestritt seine Rolle entschieden.

Nach einer Stunde kehrten Mutter und Sohn in ihre getrennten Welten zurück. Gisela Mauritz konnte ihm in den nächsten Wochen über das Anwaltsbüro Vogel schreiben und Pakete schicken, der Sohn auf demselben Weg antworten. Im April 1989 erhielt sie die Mitteilung, Alexander habe sich für die Ausreise in den Westen entschieden. Aus dem Innerdeutschen Ministerium folgte die Aufforderung, sie möge sich am Abend des 11. April 1989 in ihrer Wohnung aufhalten.

Alexander erschien in Begleitung seines Adoptivvaters, der Gisela Mauritz noch einen Rechtfertigungsbrief übergab.

Nach endlosen schlimmen Erfahrungen konnte Gisela Mauritz ihren Sohn in die Arme schließen. Die Freude wich aber bald bitterer Enttäuschung. Es zeigte sich, daß die von dem SED-Regime erzwungene fast 15jährige Trennung die Basis für eine normale Beziehung zwischen Mutter und Sohn zerstört hatte.

Quelle:
http://www.utopie1.de/enbergs/aretz_opfer1.htm


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Zwangsadoptionen seltener als befürchtet. In sieben Fällen politische Motive.
Datum:
26.02.1993
Bestellnummer:
93-0520
Erschließungsdatum:
31.12.1996
Zeitung:
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Erscheinungsjahr:
1993
Quelle:
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Nr. 48, 26.02.1993, S. 4
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Politische Zwangsadoption.
Datum:
26.09.1991
Bestellnummer:
91-2705
Erschließungsdatum:
31.12.1996
Zeitung:
Frankfurter Rundschau - Deutschland-Ausgabe
Erscheinungsjahr:
1991
Quelle:
Frankfurter Rundschau - Deutschland-Ausgabe, Nr. 224, 26.09.1991, S. 4
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Sieben Zwangsadoptionen aus politischen Gründen: Direkte Weisung Margot Honeckers bisher nicht gefunden.
Datum:
24.02.1993
Bestellnummer:
93-ZPID1023
Erschließungsdatum:
31.12.1996
Zeitung:
Berliner Zeitung
Erscheinungsjahr:
1993
Quelle:
Berliner Zeitung, Nr. 46, 24.02.1993, S. 15
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Meister im Weggucken. Aktenfunde bestätigen was Ost- wie West-Politiker jahrzehntelang geleugnet haben.
Datum:
03.06.1991
Bestellnummer:
91-1651
Erschließungsdatum:
31.12.1996
Zeitung:
Der Spiegel
Erscheinungsjahr:
1991
Quelle:
Der Spiegel, Nr. 23, 03.06.1991, S. 112 u.113
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Mit Hilfe des Asozialen-Paragraphen Eltern die Kinder Entzogen.
Datum:
06.06.1991
Bestellnummer:
91-1561
Erschließungsdatum:
31.12.1996
Zeitung:
Der Tagesspiegel
Erscheinungsjahr:
1991
Quelle:
Der Tagesspiegel, Nr. 13890, 06.06.1991, S. 9
------------------------------------------------------------------------------
Zwangsadoptionen auf Weisung Frau Honeckers.
Datum:
06.06.1991
Bestellnummer:
91-1555
Erschließungsdatum:
31.12.1996
Zeitung:
Frankfurter Rundschau - Deutschland-Ausgabe
Erscheinungsjahr:
1991
Quelle:
Frankfurter Rundschau - Deutschland-Ausgabe, Nr. 128, 06.06.1991, S. 28
----------------------------------------------------
Lebenswege - vom Staat für immer getrennt. Zwangsadoptionen in der DDR: "Wie wenn man gegen eine Mauer rennt".
Datum:
06.06.1991
Bestellnummer:
91-1514
Erschließungsdatum:
31.12.1996
Zeitung:
Süddeutsche Zeitung
Erscheinungsjahr:
1991
Quelle:
Süddeutsche Zeitung, Nr. 128, 06.06.1991, S. 3
-------------------------------------------------------------
Der Raub der Kinder und die Höllenqualen der Mütter.
Datum:
29.05.1991
Bestellnummer:
91-1478
Erschließungsdatum:
31.12.1996
Zeitung:
Welt
Erscheinungsjahr:
1991
Quelle:
Welt, Nr. 122, 29.05.1991, S. 2
------------------------------------------------------------
Ostdeutscher Amtsleiter angezeigt. Erster Strafantrag wegen Zwangsadoption in der DDR.
Datum:
28.05.1991
Bestellnummer:
91-1457
Erschließungsdatum:
31.12.1996
Zeitung:
Süddeutsche Zeitung
Erscheinungsjahr:
1991
Quelle:
Süddeutsche Zeitung, Nr. 121, 28.05.1991, S. 2
-----------------------------------------------------------------------
Zwangsadoption - sogar noch nach der Wende.
Datum:
28.05.1991
Bestellnummer:
91-1452
Erschließungsdatum:
31.12.1996
Zeitung:
Welt
Erscheinungsjahr:
1991
Quelle:
Welt, Nr. 121, 28.05.1991, S. 3
----------------------------------------------------------------
Strafanträge gegen Margot Honecker. Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Zwangsadoptionen nicht von sich aus.
Datum:
27.05.1991
Bestellnummer:
91-1430
Erschließungsdatum:
31.12.1996
Zeitung:
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Erscheinungsjahr:
1991
Quelle:
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Nr. 120, 27.05.1991, S. 6
-------------------------------------------------------------------------------------
Inhumanität. Die Aufdeckung von Zwangsadoptionen in der DDR.
Datum:
25.05.1991
Bestellnummer:
91-1427
Erschließungsdatum:
31.12.1996
Zeitung:
Die Tageszeitung
Erscheinungsjahr:
1991
Quelle:
Die Tageszeitung, Nr. 3413, 25.05.1991, S. 10
---------------------------------------------------
DDR-Regierung veranlaßte Zwangsadoption von Kindern.
Datum:
24.05.1991
Bestellnummer:
91-1426
Erschließungsdatum:
31.12.1996
Zeitung:
Der Tagesspiegel
Erscheinungsjahr:
1991
Quelle:
Der Tagesspiegel, Nr. 13879, 24.05.1991, S. 1
-------------------------------------
Zwangsadoption in der ehemaligen DDR.
Datum:
24.05.1991
Bestellnummer:
91-1423
Erschließungsdatum:
31.12.1996
Zeitung:
Die Tageszeitung
Erscheinungsjahr:
1991
Quelle:
Die Tageszeitung, Nr. 3412, 24.05.1991, S. 6
--------------------------------------------------
Freigekaufte Eltern, entfremdete Kinder.
Datum:
25.05.1991
Bestellnummer:
91-1413
Erschließungsdatum:
31.12.1996
Zeitung:
Frankfurter Rundschau - Deutschland-Ausgabe
Erscheinungsjahr:
1991
Quelle:
Frankfurter Rundschau - Deutschland-Ausgabe, Nr. 119, 25.05.1991, S. 3
-------------------------------------------
"Zwangsadoptionen pervers." Kohl dringt auf Suche nach Verantwortlichen der Ex-DDR.
Datum:
25.05.1991
Bestellnummer:
91-1411
Erschließungsdatum:
31.12.1996
Zeitung:
Frankfurter Rundschau - Deutschland-Ausgabe
Erscheinungsjahr:
1991
Quelle:
Frankfurter Rundschau - Deutschland-Ausgabe, Nr. 119, 25.05.1991, S. 1
----------------------------------------------
Raack, Wolfgang
Der Einigungsvertrag und die sog. Zwangsadoption in der ehemaligen DDR
1991; Anm.
(Zentralblatt für Jugendrecht ; Jg. 78, 1991, Nr. 9, S. 449-451)
Datenbank: DZI (c) Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen


-----------------------------------------------------------------
Fiebig, Elke
Die rechtliche Bewältigung politisch motivierter Sorgerechtsentziehungen und Zwangsadoptionen
1995; Anm.
(Zentralblatt für Jugendrecht ; Jg. 82, 1995, Nr. 1, S. 16-20)
Datenbank: DZI (c) Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen


-----------------------------------------------------------------------------------
Happe, Günter
Hat sich das Jugendwohlfahrtsgesetz auch ohne Jugendhilferechtsreform überlebt? : Zum Verfahren der Länder beim Ausführungsrecht und zum Verfahren der Gerichte bei Fürsorgeerziehung und Sorgerechtsentziehung.
1981; Lit., Anm.
(Zeitschrift für das gesamte Familienrecht ; Jg. 28, 1981, H. 7, S. 635-640)
Datenbank: DZI (c) Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen

Re: DDR-Zwangsadoptionen

Berliner Morgenpost

7. Dezember 2006, S.14

Verharmlosung der DDR hat System;
Verharmlosung der DDR/info Petition;
Ehemalige Funktionäre und PDS-Mitglieder fordern den Bundestag auf, öffentlich das SED-Unrecht als geringfügig einzustufen

Von Lars-Broder Keil und Sven Felix Kellerhoff; Sven Felix Kellerhoff

Der öffentliche Auftritt von Almuth Nehring-Venus, bei dem sie die Rolle von KPD, SED und sowjetischer Besatzungsmacht bei der Teilung Berlins und Deutschlands relativierte, hat der PDS-Politikerin nicht geschadet. Seit dieser Woche ist sie Staatssekretärin in der Wirtschaftsverwaltung. Dass solche Meinungen in der Linkspartei kein Einzelfall sind, zeigt eine Öffentliche Petition an den Bundestag, die gerade geprüft wird. Darin wird das Parlament aufgefordert, "eine öffentliche Feststellung über den tatsächlichen Umfang des DDR-Unrechts zu treffen, der nach Auffassung der Petenten gering ist". In der DDR habe es weder Folter noch Zwangsadoptionen oder Zwangseinweisungen in psychiatrische Anstalten gegeben.

Als "Kronzeuge" wird ausgerechnet Staatsanwalt Christoph Schaefgen angeführt, lange Jahre beim Landgericht Berlin zuständig für die juristische Aufarbeitung des SED-Unrechts. Weil er in einer juristischen Zeitschrift nichts über Folter und Zwangsadoption berichtet habe, habe Schaefgen die Delikte "damit ausgeschlossen", schlussfolgern die Petenten. Daher solle "jetzt die Wahrheit über die Vergangenheit", wie sie die Justiz festgestellt habe, "amtlich bekannt gemacht" werden.

Opfer der SED-Diktatur äußern sich entsetzt. Eine Frau, die drei Jahre im Frauengefängnis Hoheneck saß, weil sie einen West-Berliner heiraten wollte, wirft dem Petitionsausschuss vor, mit der Veröffentlichung "das provozierende Auftreten ehemaliger Systemträger" zu fördern und diese "zu solchen Aktionen zu ermutigen". Andere kritisieren die Behauptungen der Petenten und widersprechen deren Argumentation.

Eingereicht wurde die Petition von einem Mitarbeiter der Interessengemeinschaft "Frieden-Gerechtigkeit-Solidarität", die laut Eigendarstellung eng mit Vereinen zusammenarbeitet, die von früheren Stasi-Mitarbeitern und SED-Funktionären getragen werden. Wesentliche Teile der Petition sind einer Erklärung von Rechtsanwalt Friedrich Wolff entnommen, die der Honecker-Verteidiger am 26. April 2006 in der Bezirksverordnete-Versammlung von Berlin-Lichtenberg vorgetragen hat, sowie einem Brief an PDS-Chef Lothar Bisky vom 28. April. Darin bittet Wolff Bisky, im Bundestag eine Anfrage zum Umfang des DDR-Unrechts zu stellen. Zu den 76 Unterzeichnern der Petition gehören ein wegen Totschlags verurteilter DDR-Grenztruppenkommandeur, der letzte SED-Chef des Bezirkes Gera, frühere FDJ-Funktionäre, ein Stasi-Offizier, der für das Ausspionieren der Nato zuständig war, aber auch ein ehemaliger PDS-Bundestagsabgeordneter aus Köln, ein aktives Vorstandsmitglied der PDS-nahen Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen, sowie Mitarbeiter der PDS-Bundestagsabgeordneten Barbara Höll und Lothar Bisky.

Entgegen deren Behauptung hat es Zwangsadoption in der DDR gegeben. 1991 fanden Mitarbeiter des Bezirksamtes Mitte im Archivkeller entsprechende Akten. Der damalige Jugendsenator Thomas Krüger ließ eine "Clearingstelle" einrichten und die Fälle prüfen. Alles war dabei: Formen "totalitärer Fürsorge" gegenüber vermeintlich überforderten Alleinerziehenden und der politisch motivierte Entzug der Kinder, deren Eltern versuchte Republikflucht oder Opposition zum Verhängnis wurde. "Eindeutig waren das Fälle von Zwangadoption", sagte Krüger, heute Leiter der Bundeszentrale für Politische Bildung, der Morgenpost.

Christopf Schaefgen bestätigt das. Immer wieder sei die Einwilligung der Eltern durch Gerichtsentscheide ersetzt worden. Gleichwohl habe dies nicht zu "anklagereifen Verfahren" geführt, weil Zwangsadoption in der DDR kein Straftatbestand war und man - um eine strafbare Handlung zu begründen - kaum verwertbare Beweise für den Vorwurf der Rechtsbeugung gefunden habe. Schaefgen: "Das heißt aber nicht, dass es keine Zwangsadoption gab." Ihn als Kronzeugen zu benennen, bezeichnete er als "dreist".

Gelassen äußerte sich Rainer Eppelmann, Vorsitzender der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur: "Die reichlich wirr argumentierende Petition delegitimiert sich bereits durch ihre Unterzeichner. Geschichtliche Interpretationen werden im vereinten Deutschland nicht per Bundestagsbeschluss festgelegt."

Gabriele Lösekrug-Möller, Mitglied des Petitionsausschusses, verteidigt die Veröffentlichung - trotz der erbosten Briefe, die sie erhielt. "Wir entscheiden nicht, ob uns eine Haltung politisch angenehm ist oder nicht", sagte die SPD-Politikerin. Im konkreten Fall habe man sich bewusst nicht dem Vorwurf der Zensur aussetzen wollen. Die geringe Zahl der Unterzeichner zeige zudem, dass die Petition nur eine Minderheitenmeinung widerspiegelt. Nach dem Ende der Mitzeichnungsfrist wird nun eine Stellungnahme zur Petition erarbeitet. Lösekrug-Möller ist sich sicher, dass die Petenten eine klare Antwort auf ihre Behauptungen bekommen.

Im Stasi-Untersuchungsgefängnis Berlin-Hohenschönhausen fand der "Hofgang" der Häftlinge in winzigen, nach oben offenen Zellen statt

Re: DDR-Zwangsadoptionen

DIE WELT

7. Dezember 2006

Verharmlosung der DDR hat System;
Ehemalige Funktionäre und PDS-Mitglieder fordern den Bundestag auf, öffentlich das SED-Unrecht als geringfügig einzustufen

Von Lars-Broder Keil und Sven Felix Kellerhoff; Sven Felix Kellerhoff


Der öffentliche Auftritt von Almuth Nehring-Venus, bei dem sie die Rolle von KPD, SED und sowjetischer Besatzungsmacht bei der Teilung Berlins und Deutschlands relativierte, hat der PDS-Politikerin nicht geschadet. Seit dieser Woche ist sie Staatssekretärin in der Wirtschaftsverwaltung. Dass solche Meinungen in der Linkspartei kein Einzelfall sind, zeigt eine Öffentliche Petition an den Bundestag, die gerade geprüft wird. Darin wird das Parlament aufgefordert, "eine öffentliche Feststellung über den tatsächlichen Umfang des DDR-Unrechts zu treffen, der nach Auffassung der Petenten gering ist". In der DDR habe es weder Folter noch Zwangsadoptionen oder Zwangseinweisungen in psychiatrische Anstalten gegeben. Als "Kronzeuge" wird ausgerechnet Staatsanwalt Christoph Schaefgen angeführt, lange Jahre beim Landgericht Berlin für die juristische Aufarbeitung des SED-Unrechts zuständig. Weil er in einer juristischen Zeitschrift nichts über Folter und Zwangsadoption berichtet habe, habe Schaefgen die Delikte "damit ausgeschlossen", schlussfolgern die Petenten. Daher solle "jetzt die Wahrheit über die Vergangenheit", wie sie die Justiz festgestellt habe, "amtlich bekannt gemacht" werden.

Opfer der SED-Diktatur äußern sich entsetzt. Eine Frau, die drei Jahre im Frauengefängnis Hoheneck saß, weil sie einen West-Berliner heiraten wollte, wirft dem Petitionsausschuss vor, mit der Veröffentlichung "das provozierende Auftreten ehemaliger Systemträger" zu fördern und diese "zu solchen Aktionen zu ermutigen". Andere kritisieren die Behauptungen der Petenten und widersprechen deren Argumentation.

Eingereicht wurde die Petition von einem Mitarbeiter der Interessengemeinschaft "Frieden-Gerechtigkeit-Solidarität", die laut Eigendarstellung eng mit Vereinen zusammenarbeitet, die von früheren Stasi-Mitarbeitern und SED-Funktionären getragen werden. Wesentliche Teile der Petition sind einer Erklärung von Rechtsanwalt Friedrich Wolff entnommen, die der Honecker-Verteidiger am 26. April 2006 in der Bezirksverordnetenversammlung von Berlin-Lichtenberg vorgetragen hat, sowie einem Brief an PDS-Chef Lothar Bisky vom 28. April. Darin bittet Wolff Bisky, im Bundestag eine Anfrage zum Umfang des DDR-Unrechts zu stellen. Zu den 76 Unterzeichnern der Petition gehören ein wegen Totschlags verurteilter DDR-Grenztruppenkommandeur, der letzte SED-Chef des Bezirkes Gera, frühere FDJ-Funktionäre, ein Stasi-Offizier, der für das Ausspionieren der Nato zuständig war, aber auch ein ehemaliger PDS-Bundestagsabgeordneter aus Köln, ein aktives Vorstandsmitglied der PDS-nahen Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen sowie Mitarbeiter der beiden PDS-Bundestagsabgeordneten Barbara Höll und Lothar Bisky.

Entgegen deren Behauptung hat es Zwangsadoptionen in der DDR gegeben. 1991 fanden Mitarbeiter des Bezirksamtes Mitte im Archivkeller entsprechende Akten. Der damalige Jugendsenator Thomas Krüger ließ eigens eine sogenannte Clearingstelle einrichten und die Fälle prüfen. Alles war dabei: Formen "totalitärer Fürsorge" gegenüber vermeintlich überforderten Alleinerziehenden und der politisch motivierte Entzug der Kinder, deren Eltern versuchte Republikflucht oder Opposition zum Verhängnis wurde. "Eindeutig waren das Fälle von Zwangadoption", sagte Krüger, heute Leiter der Bundeszentrale für Politische Bildung.

Christopf Schaefgen bestätigt das. Immer wieder sei die Einwilligung der Eltern durch Gerichtsentscheide ersetzt worden. Gleichwohl habe dies nicht zu "anklagereifen Verfahren" geführt, weil die Zwangsadoption in der DDR kein Straftatbestand war und man - um eine strafbare Handlung zu begründen - kaum verwertbare Beweise für den Vorwurf der Rechtsbeugung gefunden habe. Schaefgen dazu: "Das heißt aber nicht, dass es keine Zwangsadoption gab." Ihn als Kronzeugen zu benennen, bezeichnete Schaefgen als "dreist".

Rainer Eppelmann, Vorsitzender der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, sagt: "Die reichlich wirr argumentierende Petition delegitimiert sich bereits durch ihre Unterzeichner. Geschichtliche Interpretationen werden im vereinten Deutschland nicht per Bundestagsbeschluss festgelegt."

Gabriele Lösekrug-Möller, Mitglied des Petitionsausschusses, verteidigt die Veröffentlichung - trotz der erbosten Briefe, die sie erhielt. "Wir entscheiden nicht, ob uns eine Haltung politisch angenehm ist oder nicht", sagte die SPD-Politikerin. Die geringe Zahl der Unterzeichner zeige, dass die Petition nur eine Minderheitenmeinung widerspiegelt. Nach dem Ende der Mitzeichnungsfrist wird nun eine Stellungnahme zur Petition erarbeitet.

Geschichtliche Interpretationen werden im vereinten Deutschland nicht per Bundestagsbeschluss festgelegt. Rainer Eppelmann, Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Dikatatur

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Berliner Morgenpost, S.20 Heft 271/2006

4. Oktober 2006

DDR-Regime raubte ihr die Kinder;
Jahrelang musste eine Mutter warten, bis Honecker ihre Töchter gehen ließ

Von Sven Felix Kellerhoff


Die Botschaft ist unmissverständlich: "Honeckerregime! Wir fordern unsere Kinder Beate & Claudia Gallus und Silvio Schmidt aus Gewalt, Erpressung und Heimzwang zu Mutter und Vater!" So steht es auf dem Plakat, das Jutta Gallus an einem Baugerüst am Checkpoint Charlie so aufgehängt hat, dass es auch von Ost-Berlin aus gelesen werden kann. Es ist der 30. November 1984; schon seit sieben Wochen demonstriert die 37-Jährige beinahe jeden Tag am Ausländer-Übergang in die "Hauptstadt der DDR", um ihre beiden Töchter freizubekommen.

Gut zwei Jahrzehnte nach der "schlimmsten Zeit meines Lebens", so Jutta Gallus 1992, hat sie ihre Geschichte der Journalistin und Autorin Ines Veith erzählt. Das Ergebnis ist das Buch "Die Frau am Checkpoint Charlie", das heute erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wird - am denkbar besten Ort dafür, im Mauermuseum am Checkpoint Charlie. Jutta Gallus und ihre Töchter werden anwesend sein.

1984 versucht die verzweifelte Mutter zeitweise, mit einem Hungerstreik auf ihre Situation aufmerksam zu machen. Er bringt sie bis an den Rand eines gesundheitlichen Zusammenbruchs. Ihre Mädchen sind 1982 in ein Heim eingewiesen worden, nachdem eine geplante Flucht der Familie über Rumänien gescheitert war, leben später bei ihrem Vater in Dresden. Wegen "Republikflucht im schweren Fall" wird Mutter Gallus zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt, die sie zu zwei Dritteln im berüchtigtsten Frauengefängnis, Hoheneck, absitzen muss, bevor die Bundesregierung sie wie Zehntausende andere politische Häftlinge freikaufen darf.

Doch ihr Martyrium setzt sich auch in Freiheit fort, denn das ostdeutsche Regime lehnt es kategorisch ab, ihre Töchter auf dem Wege der Familienzusammenführung ebenfalls ausreisen zu lassen. Verschärft haben dürfte diese Weigerung, dass Beate Gallus in der DDR in gewissem Sinne prominent war: Als jüngste Darstellerin spielte sie in der siebenteiligen Fernsehserie "Geschichten übern Gartenzaun" mit. Der "real existierende Sozialismus" hätte Schaden genommen, wäre bekannt geworden, dass ausgerechnet eine Darstellerin des Familienidylls in den Westen hätte ausreisen dürfen. Also wird die Tochter der erst inhaftierten, dann auf dem Weg des Menschenhandels an den Westen verkauften Regieassistentin gleich für die nächsten sieben Folgen der Serie unter dem Titel "Neues übern Gartenzaun" verpflichtet, die 1984/85 entstehen.

Nicht einmal als sich Johannes Paul II. einschaltet, hat die DDR ein Einsehen; die bundesdeutschen Behörden dringen ohnehin nicht durch. Auch ein Gespräch zwischen Jutta Gallus und dem ostdeutschen Außenminister, Oskar Fischer, in Helsinki 1985, ausgerechnet zum Jubiläumstreffen zehn Jahre nach der Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, bleibt erfolglos. Dort hatte SED-Chef Erich Honecker 1975 im Gegenzug zu wirtschaftlichem Entgegenkommen der westlichen Staaten zugestanden, "in positivem und humanitärem Geist Gesuche von Personen zu behandeln, die mit Angehörigen ihrer Familie zusammengeführt werden möchten".

Trotzdem sieht Jutta Gallus nach sechsjähriger Trennung ihre beiden Töchter wieder, als sie ausreisen dürfen. Die Mädchen haben allen Versuchen der SED, Kinder und Mutter einander zu entfremden, widerstanden; die Bindung an ihre Mutter, so schreiben sie, sei "viel stärker" als die an ihren Vater. Obwohl sie als Minderjährige dazu nicht berechtigt waren, stellen sie 17- bzw. 15-jährig im Januar 1988 einen eigenen Ausreiseantrag. Die DDR-Behörden hätten "über unseren Kopf hinweg unser Schicksal" entschieden. "Wir sind nicht bereit, uns damit weiterhin einverstanden zu erklären." Im August ist es so weit: Der SED-Vertrauensanwalt Wolfgang Vogel bringt die beiden Mädchen, die erst 48 Stunden zuvor von der bevorstehenden Ausreise unterrichtet worden waren, nach West-Berlin. Die Berliner Dependance des Ministeriums für innerdeutsche Beziehungen inszeniert noch ein Ablenkungsmanöver, um wartende Journalisten auszutricksen, dann fallen sich Mutter und Töchter in die Arme.

Das Schicksal der Familie Gallus ist dank des unermüdlichen Engagements der Mutter besonders öffentlich geworden - ein Einzelfall war es nicht. Durch die Teilung Deutschlands und Berlins wurden Tausende Familien zerrissen. Niemand weiß genau, wie viele Kinder allein am 13. August 1961 und den folgenden Tagen bei Verwandten, Bekannten oder Freunden zurückgelassen wurden, weil ihre Eltern ihnen die Gefahren einer Flucht über Stacheldraht oder durch die Kanalisation nicht zumuten wollten - und sich nicht vorstellen konnten, dass die SED sich dem Menschenrecht der Familienzusammenführung verweigern würde. Historiker schätzen, dass mindestens 1000 Mädchen und Jungen davon betroffen waren.

Doch weil das Regime in diesen Fragen genauso unmenschlich reagierte wie beim Bau der Sperranlagen quer durch Berlin, wurden die Kinder den Vertrauten der "Republikflüchtlinge" fast immer weggenommen, in Heime gesteckt oder sogar gegen eigenen Willen und gegen jedes Recht regimetreuen Pflegeeltern übergeben wurden, oft mit neuen Identitäten. Im Westen bürgerte sich dafür das Schlagwort "Zwangsadoption" ein - die DDR bestritt das selbstverständlich und diffamierte die Eltern als "Rabeneltern", die ihre Kinder rücksichtslos zurückgelassen hätten. In den folgenden Jahren gab es immer wieder Fälle von geflüchteten Eltern, die ihre Kinder in die Freiheit nachholen wollen - und an der SED scheitern.

Doch auch im Westen fanden die Opfer solcher menschenrechtswidrigen Maßnahmen mitunter wenig Unterstützung. So veröffentlichte das Magazin "Stern" 1986 unter der Überschrift "Mit Pauken und Trompeten" einen diffamierenden Artikel über die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte, in der sich Jutta Gallus und andere Betroffene engagierten. Hämisch war darin von "zu Tränen rührenden Transparenten" die Rede, mit denen die Eltern für die Freiheit ihrer Kinder demonstrierten. Die tatsächlich primär antikommunistische Initiative wurde kritisiert: "Mit immer neuen Kampagnen will sie die DDR anschwärzen, glaubt damit, ihre Schützlinge freizubekommen." Das Hamburger Magazin machte sich die Sichtweise der SED mindestens zum Teil zu eigen, indem es unter ein Foto schrieb: "Jutta Gallus und Günter Schmidt ließen ihre Kindern in der DDR zurück. Jetzt sprechen sie von ,politischer Nötigung'." Bis heute gibt es noch keine Erkenntnisse, ob und wie weit solche Darstellungen vom Ministerium für Staatssicherheit gesteuert oder zumindest inspiriert waren - dieser besonders menschenfeindliche Aspekt der DDR-Vergangenheit wartet noch auf Aufarbeitung.

Ähnliche Leiden wie das der Familie Gallus hat das Politverbrechen Deutsche Teilung zu Zehntausenden hervorgebracht. Die meisten sind heute vergessen oder haben nie die Öffentlichkeit erreicht. Jutta Gallus bringt ihre Erfahrungen durch das Buch und die Verfilmung zurück ins Bewusstsein. Hierhin gehören sie.

In der MDR-Adaption über das Schicksal von Jutta Gallus spielt Veronica Ferres die verzweifelte Mutter

Jutta Gallus (r.) demonstriert am Checkpoint Charlie für die Freiheit ihrer Töchter. Jetzt hat sie ihre Geschichte für Buch erzählt

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Rabeneltern

Mittwoch, 21.45 Uhr, ARD

Die Dokumentation von Hans-Dieter Rutsch ist eine wichtige Ergänzung des zuvor gelaufenen Films "Die Mauer - Berlin '61" (siehe Interview Seite 100). Wie viele Kinder durch den Mauerbau von ihren Eltern getrennt wurden, ist nicht bekannt. Aber die Fälle, die hier dokumentiert werden, zeigen die psychischen Grausamkeiten, die mit den durch den Mauerbau verursachten Familientrennungen verbunden waren. Der Bürgerrechtler und CDU-Politiker Rainer Eppelmann kann verstehen, dass sein Vater nach dem 13. August 1961 nicht mehr in der DDR leben wollte, dass er aber allein in den Westen ging und seine Familie zurückließ, findet er noch heute "schäbig". Andere Fälle zeigen Folgen von Zwangsadoption, deren Existenz von sozialdemokratischen West-Politikern geleugnet wurde, um die Bonner Entspannungspolitik nicht zu gefährden. Nach dem Fall der Mauer traf ein zwangsadoptierter Sohn seine in den Westen geflohene Mutter wieder, aber, so der Sohn traurig: "Die fehlende Lebenszeit ist nicht zu überbrücken."

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Berliner Kurier

8. März 2004

Nach 20 Jahren: Mutter findet Tochter wieder NACH ZWANGSADOPTION 1984 gab es jetzt ein Familien-Happyend in Jena

von Harald W. Jürgensonn

Köln/Pößneck - Eigentlich schafft man die 441,2 Kilometer von Köln nach Pößneck (Thüringen) in vier Auto-Stunden doch Elke Cetin (45) und Tochter Anke (25) trennen 20 Jahre. Bei Elke Cetin, die nach der Wende von Jena nach Köln zog, klingelte das Telefon: "Wir haben Ihre Tochter. Sie wohnt bei Jena.

Ach, ja und sie sind Oma", meldet eine Dame vom Jugendamt. Elke Cetin zitterte. Seit sieben Jahren stand sie mit ihr in Verbindung bislang gab es keine Spur von Anke. Ihrer Anke. Sie war sechs, als sie ihr weggenommen wurde, denn ihre Ehe war mit Streit, Zank, Verzweiflung zur Hölle geworden. "Kein geeignetes Umfeld für Kinder", fanden DDR-Behörden, ließen Anke zwangsadoptieren. Nun klingelte es auch in Pößneck: "Wir haben Ihre Mutter. Ich geb Ihnen mal die Nummer " Anke schickt eine SMS, Elke ruft zurück. Sie wollen sich sehen, am liebsten gleich. Drei Tage später treffen sie sich in Jena: Ohne zu wissen, wie sie aussehen, erkennen sie sich Umarmung, Tränen. Anke redet drauflos: "Das ist meine Jüngste, Beatrice, ein Jahr. Das ist Michael, dein ältester Enkel, sieben. Philipp, vier, ist gerade bei seinem Vater. " Dann zeigt sie ein Foto der Adoptivmutter: "Ihr hab ihr viel zu verdanken. Ich hatte ein glückliche Kindheit. " Und Anke erfährt: Sie hat einen Bruder (22), er wurde auch zwangsadoptiert, lebt heute in Hannover. Anke will ihn natürlich kennen lernen später. . . Zum Abschied sagt die "verlorene" Tochter zum ersten Mal ganz leise "Mutti". Und sie weiß, sie hat einen schweren Gang zur Adoptivmutter vor sich, um zu sagen: "Mutti, ich hab meine Mutter gefunden. ". BU: Nach 20 Jahren: Anke Krampikowski (25, l. ) hat ihre Mutter Elke Cetin (45) wiedergefunden, stellt sie ihren Kindern Beatrice (1) und Michael (7) vor. Foto: Mitteldeutsche Zeitung/Lutz Winkler

Re: DDR-Zwangsadoptionen

Zwangsadoption in der ehemaligen DDR

Sehr geehrter Herr Bundestagspräsident,

ich würde Ihnen gern aus aktuellem Anlass eine Frage stellen.

Am Freitag kam der Film "Jutta Gallus - Die Frau vom Checkpoint Charlie" bei Arte und ich habe ihn mir angesehen.
Seit Wochen wird sehr viel über diesen Film berichtet, aber zu wenig über das eigentliche Thema "Zwangsadoptionen in der ehemaligen DDR".
Es ist jedoch enorm wichtig, das dieses Thema in die Medien kommt.
Seit Jahren versuchen Betroffene, Gleichgesinnte, Freunde dieses Thema in die Medien und damit in die öffentliche Diskussion zu bringen.
Warum?
Weil diese Menschen von der Öffentlichkeit und von der Politik vergessen werden.
Es werden Kommissionen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gegründet, doch die Opfer von Zwangsadoptionen suchen Sie darin vergebens. Sie gibt es nicht und was es nicht gibt, muss nicht aufgearbeitet werden.
So einfach ist das. Doch nicht für uns - für die Betroffenen selbst.
Diese Menschen haben soviel Leid erlebt, viele sind schwer krank und leben in bitterster Armut. Weil sie als Opfer nicht anerkannt sind, keine Entschädigung und keine Rente erhalten.
In einem Artikel zum Film heißt es: "6 Jahre von ihren Kindern getrennt.Es muss die Hölle gewesen sein!".
Ja, war es. Aber es gibt noch so viele, die ihre Kinder und Angehörigen heute noch suchen.
Auch meine Tochter und ich gehören zu diesen Opfern.
Eine Bekannte von mir hat ihre Söhne 25 Jahre gesucht und gefunden..
Darüber hat sie ein Buch geschrieben, das dieses Jahr im Juni veröffentlicht wurde.

Wir versuchen einen Verein zu gründen und anderen Opfern zu helfen. Nur interessiert das niemanden.
Wir haben sehr viele Minister und ehemalige Minister angeschrieben, die meisten haben nicht mal geantwortet.
Eine einzige ehemalige Ministerin hat Interesse gezeigt.
Auch die Presse interessiert sich für diese Themen nicht.
Wir haben (und das ist kein Witz!!!) alle Redaktionen in Deutschland angeschrieben!!!
Was meinen Sie, wieviel Antworten wir bekommen haben?
Ganze 3 Stück und auch die haben sich dann nicht mehr gemeldet.

Über dieses Thema muss noch viel mehr berichtet werden, mit dem Fokus auf Einzelschicksale.
Man müsste Institutionen und Menschen finden, die bereit sind bei der Suche zu helfen.
Seit dieser Buchveröffentlichung bekommt meine Bekannte jede Menge Emails von verzweifelten Eltern, Kindern etc. die ihre Angehörigen suchen und sie weiß nicht was sie diesen Menschen antworten soll.

Wissen Sie wie schlimm das ist, wenn man nicht helfen kann?
Deshalb wäre es ungeheuer wichtig, dieses Thema auch aus anderen Blickwinkeln zu sehen.

Und es ist ungeheure wichtig, das die Politik und die Politiker endlich eine andere Sichtweise zu diesen Themen bekommen.

Viele dieser Betroffenen erhalten auch keine Entschädigung weil sie teilweise nicht nachweisen können(oder offensichtlich blockiert werden), das die Wegnahme der Kinder politischer Natur war.

Sehr geehrter Herr Bundestagspräsident,

unter diesen Hilfe suchenden sind auch eine Frau und ein Mann, die beide in den 80ziger Jahren in einem Spezialkinderheim für Traumatisierte Jugendliche waren.
Beide wurden in diesem Kinderheim zwangssterilisiert. Angeblich zu "ihrem eigenen Wohl"!
Beide waren damals 17 und 18 Jahre alt!!!

War oder ist Ihnen bekannt, das in diesem Kinderheim ca. 50 Jugendliche zwangssterilisiert worden sind?
Nein?
Ich habe in der Zwischenzeit die Geschichte dieser beiden armen Menschen gehört und glauben Sie mir, mir sind die Tränen in Bächen übers Gesicht. gelaufen.
Ausserdem gibt es auch Menschen, die als Kinder zu medizinischen Experimenten missbraucht wurden in der DDR.

Was soll man diesen Menschen sagen? Wo soll man sie hin schicken, damit sie Hilfe bekommen?
Ich weiß es nicht.
Wissen Sie es?

Ich weiß nur ganz sicher, das dringend etwas für all diese Menschen getan werden muss.
Und diese Themen müssen in die Medien und damit an die Öffentlichkeit .

Sehr geehrter Herr Bundestagspräsident,

Wann wird die Bundesregierung etwas für diese Betroffenen tun?
Wird sie überhaupt etwas tun?

.

Hochachtungsvoll
Melanie Briege

http://www.direktzu.de/bundestagspraesident/messages/13499

Re: DDR-Zwangsadoptionen

ML Mona Lisa
Bittere Suche nach den Wurzeln
Zwangsadoption in der DDR

Wer in der DDR unbequem war, nicht mit dem System kooperierte, dem drohte nicht selten Gefängnis. Für Frauen war dies besonders schlimm, denn ihre Kinder wurden in solchen Fällen oft zur Adoption freigegeben. Noch Jahrzehnte später suchen heute Mütter ihre Kinder oder umgekehrt.


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* Sendung am 16.03.2008





So auch Katrin Behr, die nach Jahren der Suche ihre leiblichen Wurzeln gefunden hat. 1972, Katrin Behr war fünf, als ihre Mutter auf dem Marktplatz im thüringischen Gera verhaftet wurde. Noch heute erinnert sie sich genau an diese schrecklichen Minuten: "Das wünscht man niemandem, dass die Mutter weggerissen wird. Man sieht sie nur wegfahren mit dem Auto - und nie wieder kommen."
Zitat
„Was war der Grund, warum man zur Adoption freigegeben wurde? Wer hat's beschlossen?“
Katrin Behr
Suche nach der Mutter

Die offizielle Begründung ist, ihre Mutter sei asozial. Katrin Behr wächst bei Adoptiveltern auf, doch die bohrenden Fragen lassen sie nicht los. Nach der Wende macht sie sich auf die Suche nach der leiblichen Mutter: "Was war der Grund, warum man zur Adoption freigegeben wurde? Wer hat's beschlossen? Das sind die Fragen, die einen beschäftigen."


Sie findet die Mutter tatsächlich, mit Hilfe des Jugendamts, in einem thüringischen Dorf. Die freut sich, es folgt ein hoffnungsvoller Beginn, doch inzwischen sind die Kontakte seltener geworden. Denn wirklich sprechen über das, was damals geschah, will die Mutter nicht. Zu tief sind bis heute die Wunden: "Sie hat einiges erzählt. Aber man hat auch gemerkt, dass es ihr schwer fiel zu reden. Man hat genug Einfühlungsvermögen, nicht zu drängeln - aber gleichzeitig war man auch wieder unzufrieden, weil man eben doch so viele Fragen hatte."
Katrin Behr hat eine Homepage mit Informationen für Betroffene. Quelle: ZDF
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Katrin Behr bietet Infos auf ihrer Homepage.
Gegen das Vergessen

Fluchtpläne, politisches Aufbegehren oder angebliches asoziales Verhalten genügten, um Eltern in der DDR das Sorgerecht zu entziehen. Wie viele Fälle es gab, ist nicht geklärt. Ein paar hundert, tausende vielleicht. Die Aufarbeitung ist mühsam, denn viele Akten sind vernichtet. Auch die Betroffenen haben lange geschwiegen. Doch jetzt, fast 20 Jahre nach dem Mauerfall, wollen immer mehr reden, weiß Manfred May von der SED-Unrecht Beratungsinitiative Thüringen: "Es fällt auf, dass für viele der Betroffenen die Zeit offenbar reif ist, darüber zu sprechen. Es sind Menschen, die jetzt erst mit dem Abstand zur Verfolgung den Mut oder die Kraft finden, sich dieser Verletzung zu stellen."


Heute weiß Katrin Behr: Die Mutter war nicht asozial, der wahre Grund war versuchte Republikflucht. Ihre eigene Geschichte hat die 40-Jährige aufgearbeitet, jetzt hilft sie anderen Betroffenen. Seit Januar ist ihre Internet-Seite im Netz. Unter zwangsadoptierte-kinder.de finden Interessierte alle Infos rund um dieses Thema. Behr kämpft damit gegen das Vergessen und für die Anerkennung der Opfer des Regimes: "Damit man diese betroffenen Menschen, und die Familien, die auseinander gerissen worden sind, auch als Opfer von DDR-Willkür sieht."
Katrin Behr und Katja Körtge halten Akteneinsicht. Quelle: ZDF
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Katrin Behr und Katja Körtge
Mut zur Wahrheit

Seit der Wende können Eltern und Kinder Akteneinsicht in den Ämtern nehmen. Es kostet den Opfern viel Mut, sich nach so vielen Jahren der Wahrheit zu stellen. Katrin Behr begleitet auch andere zwangsadoptierte Kinder, wenn sie sich auf die Suche nach ihren Wurzeln machen, diesmal Katja Körtge. Sie liest ihre Akte zum ersten Mal und erfährt, dass die leiblichen Eltern sie Peggy genannt hatten.


"Peggy wurde am 30.11.1978 adoptiert, so dass nunmehr alle verwandschaftlichen Beziehungen zwischen Ihnen und dem Kind erloschen sind", steht in der Akte. Der Wunsch, die Mutter kennen zu lernen, ist groß, die Angst aber auch. In gewisser Weise komme es ihr wie ein Verrat an ihren Adoptiveltern vor. Das sei wahrscheinlich auch der Grund für ihr Zögern, sagt Körtge. Die Angst: Was könnte noch alles herauskommen?
Margot Rothert mit alten Fotos ihrer Kinder. Quelle: ZDF
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Margot Rothert
Wiedersehen nach 34 Jahren

Auch Margot Rothert wurde Opfer sozialistischer Familienpolitik. Auf den alten Fotos ihrer Kinder ist eines nie zu sehen. Mit der Tochter war Margot Rothert schwanger, als sie 1972 wegen eines Fluchtversuchs verhaftet wurde. Da zwang man sie, das Kind wegzugeben, sonst verliere sie auch die anderen: "Ich hatte wirklich keine andere Wahl. Da ich vorher auch andere negative Erfahrungen mit der Staatssicherheit gemacht habe, wusste ich, dass die zu allem fähig sind. Mir war klar, dass die die Kinder wirklich wegnehmen, wenn ich das nicht unterschreibe."


Nach der Wende begann die Suche nach Mandy. 34 Jahre nach der Trennung fanden sich Mutter und Tochter wieder. Ihr inneres Band hatte der SED-Staat nicht zerreißen können, sagt die Mutter: "Man denkt ja viel daran, gerade an Geburtstagen und so. Die Verbundenheit ist mittlerweile genauso wie zu meinen anderen Kindern. Viele finden sich nicht oder können sich nicht annähern. Aber bei uns war es das Glück, dass wir uns gefunden haben."

http://monalisa.zdf.de/ZDFde/inhalt/9/0,1872,7168617,00.html

Re: DDR-Zwangsadoptionen

Video Zwangsadoption in der DDR
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/452580?inPopup=true

Re: DDR-Zwangsadoptionen

Thema dieser Homepage ist hauptsächlich zwangsadoptierte, sowie geraubte Kinder aus der DDR.
Ideologisch motivierte Zwangsadoptionen gehören zu den dunkelsten Kapiteln der SED-Herrschaft und sind nach wie vor ein “dunkles” Thema in unserer heutigen Gesellschaft.

Das Thema „Zwangsadoption in der DDR“ erregt nach wie vor die Gemüter. Noch immer sind viele Betroffene im Unklaren über ihr Schicksal. Trotz aller Bemühungen von Politik und Behörden sind die komplexen Zusammenhänge bis heute vielfach noch nicht aufgeklärt.

Bitte helfen Sie mit, dass dieses Thema eines Tages ausreichend aufgedeckt wird. Hier werden keine einzelnen Menschen angeprangert, die in der DDR die Gesetze ausführten. Hätten sie es nicht getan, dann hätten andere Personen dafür gesorgt.

Zwangsadoptionen waren nicht immer politisch bedingt. Sie geschahen oft unter dem Deckmantel des asozialen §249 des DDR-StGB. Es gab jedoch auch Willkürakte durch Jugendämter und von Eltern, die noch die elterliche Sorge über schwangere Jugendliche hatten. Tatsachenberichte ergaben leider auch, dass mitunter „Zustimmungen“ zur Adoptionsfreigabe nicht aus freien Stücken, sondern durch psychologischen Druck erzwungen wurden. Selbstverständlich gab es auch freiwillige Abgaben von Kindern die später adoptiert wurden. Des Weiteren wird es in vereinzelten Fällen die Notwendigkeit gegeben haben zum Wohle des Kindes zu entscheiden.

Alle Menschen sind herzlich dazu eingeladen, an diesem Thema teilhaben zu können.

Ich möchte erreichen, unter Mithilfe vieler Menschen, dass DDR-Zwangsadoptionen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Es geht darum, dass endlich Licht ins Dunkle kommt und die betroffenen Kinder und deren Eltern auch als politische Opfer anerkannt werden und sie somit eine Chance und das Recht auf Rehabilitation umgehend erhalten und nicht erst in 20 Jahren.

Ich selbst wurde mit fünf Jahren, zusammen mit meinem Bruder, durch die DDR-Behörden von meiner Mutter getrennt. Viele Jahre habe ich mein eigenes Schicksal rekonstruiert. Die dabei gesammelten Erfahrungen möchte ich nun mit anderen teilen und Ihnen helfen, Ihre Familien wiederzufinden. Aus diesem Grund erstellte ich diese Internetseite, auf der Menschen mit ähnlichen Schicksalen, ihre lang vermissten leiblichen Angehörigen suchen können.

Die Zahl der Anfragen steigt stetig. Unseren Ansatz, jeden Einzelnen ausführlich zu beraten und auf seiner Suche zu begleiten, können wir kaum noch umsetzen. Zumal wir uns zum Ziel gesetzt haben, auch die politischen und juristischen Hintergründe aufzuarbeiten. Aus diesem Grunde haben wir einen gemeinnützigen Verein „Hilfe für Opfer von DDR Zwangsadoptionen“ gegründet.

Diese Vielschichtigkeit des Problems erfordert eine sehr gründliche Untersuchung jedes einzelnen Falls. Wir erachten es deshalb als dringend erforderlich erneut eine Clearingstelle zu eröffnen, um überprüfen zu können wo der Tatbestand einer Zwangsadoption vorlag. Die Resonanz auf unser Internetangebot zeigt, wie aktuell das Problem noch heute ist.



Unser Verein benötigt umfassende Unterstützung, zumal die meisten Initiatoren von staatlichen Unterstützungen oder geringen Einkommen leben und daraus auch noch ihr Engagement bestreiten. Sponsoren zu finden ist bei einem solchen Thema nicht einfach. Wir wären Ihnen deshalb verbunden, wenn Sie sich in unserem Sinne einsetzen und uns helfen könnten, die entsprechende Unterstützung für unsere Arbeit zu organisieren.

Ich bedanke mich im Namen aller Vereinsmitglieder für Ihre Bemühungen und verbleibe mit freundlichen Grüßen.

Katrin Behr
http://zwangsadoptierte-kinder.de/

Re: Sommermusik Klosterkirche Doberlug

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