Jugendamtsterror und Familienrechtsverbrechen - Fälle von sexuellem Missbrauch

Elfjährige von Jugend-Trio missbraucht

Elfjährige von Jugend-Trio missbraucht

Elfjährige von Trio missbraucht

Jugendamt: "Fall ist schockierend"
Stuttgart - Die Tat eines Jugend-Trios, das eine Elfjährige vor anderen Kindern in Zuffenhausen sexuell missbraucht haben soll, beschäftigt nach den Ermittlern nun auch das Jugendamt. „Dieser Fall ist schockierend“, sagt der stellvertretende Leiter Heinrich Korn. Ein 14-Jähriger soll in eine geschlossene Abteilung eingewiesen werden. Er wurde am Dienstag von der Polizei festgenommen, um ihn einem Richter vorzuführen.

Der Zwischenfall spielte sich bereits am Sonntag gegen 18 Uhr im Bereich eines Sportgeländes im Stadtbezirk Zuffenhausen ab. Im Umfeld einer Einrichtung für Kinder und Jugendliche aus zerrütteten Familienverhältnissen wurde eine Elfjährige offenbar von drei Jungs vor den Augen anderer Kinder sexuell missbraucht. Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um einen Zwölfjährigen sowie zwei Brüder im Alter von 13 und 14 Jahren. Alle sind polizeibekannt. Das Dezernat Jugenddelinquenz versucht mehr Licht in die Vorgänge zu bringen, bei denen es strafrechtlich um sexuelle Nötigung und versuchte Vergewaltigung geht. Im strafmündigen Alter ist freilich nur der Älteste - er wird in den nächsten Tagen 15 Jahre alt.

Wie mit den zwölf und 13 Jahren alten Mittätern umzugehen ist, darüber muss sich das Jugendamt Gedanken machen. Vize-Amtschef Korn beklagte indes am Dienstagnachmittag, dass die Behörde erst aus der Zeitung von dem Vorfall erfahren und "noch keine Datenlage" habe. Offenbar gibt es Kommunikationsprobleme - warum, ist unklar. Die Polizei stellt jedenfalls fest, dass sie am Dienstagmorgen Kontakt zu Mitarbeitern der Jugendgerichtshilfe aufgenommen habe. Dabei seien auch weitergehende Maßnahmen abgesprochen worden. Korn kündigte an, dass sich Jugendamt, Träger des Heims und Eltern im Rahmen der Erziehungshilfe zusammenfinden werden. Welche Lösungsmöglichkeiten gefunden werden, sei bisher offen: "Solche Fälle sind zum Glück noch keine Routine."

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Wolf-Dieter Obst

10.06.2009 - aktualisiert: 10.06.2009 09:50 Uhr
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/stn/page/detail.php/2050047