Jugendamtsterror und Familienrechtsverbrechen - Kinderschutzverbesserungen

Schröder: Kinderschutz verbessern

Schröder: Kinderschutz verbessern

vom 11.03.2010


Schr�der: Kinderschutz verbessern


Erzieher sollen sch�rfer �berpr�ft werden - Justizministerium beharrt auf eigenem Runden Tisch

Einen Aktionsplan zum Schutz von Kindern will Familienministerin Kristina Schr�der (CDU) vorlegen. (Foto: dpa)




Bonn/Berlin. Angesichts des Missbrauchskandals will Bundesfamilienministerin Kristina Schr�der (CDU) das Kinderschutzgesetz reformieren. Jugend�mter und freie Tr�ger m�ssten von Erziehern ein erweitertes F�hrungszeugnis verlangen k�nnen, sagte Schr�der dem „Wiesbadener Kurier“. Viele T�ter w�hlten gezielt Berufe, in denen sie mit Kindern arbeiten. Weiter seien Fachkr�fte und Eltern zu sensibilisieren, um Missbrauch rechtzeitig vorzubeugen. Im Herbst soll ein Aktionsplan zum Schutz von Kindern vor sexueller Gewalt ins Kabinett eingebracht werden.
Schr�der w�rdigte das Bem�hen der katholischen Kirche um die Aufkl�rung der Missbrauchsvorw�rfe. Im „Donaukurier“ hob sie hervor, dass die Kirche bereits zugesagt habe, an dem von ihr initiierten Runden Tisch aller gesellschaftlichen Gruppen teilzunehmen. Das zeige, dass „der Wille zur Aufarbeitung der Vorf�lle vorhanden ist“.
Unterdessen beharrte das Bundesjustizministerium auf einen eigenen Runden Tisch der Kirche zum Thema Missbrauch. Das von Schr�der einberufene Gremium ersetze nicht das Vorhaben des Justizministeriums, einen Runden Tisch mit Vertretern der Kirche und Betroffenen einzuberufen, sagte der Parlamentarische Staatssekret�r im Justizministerium, Max Stadler (FDP), der „Berliner Zeitung“.
Der Leiter des Katholischen B�ros bei der Bundesregierung, Pr�lat Karl J�sten, wies die Kritik von Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) an den Aufkl�rungsbem�hungen der katholischen Kirche zur�ck. Fr�her sei bei Missbrauch von Kindern vielfach weggesehen worden, sagte J�sten im ZDF. Heute kl�re die Kirche aber sehr radikal auf und vertrete eine Null-Toleranz-Politik. Die Ministerin hatte von einer „Schweigemauer“ an katholischen Schulen gesprochen und beklagt, die katholische Kirche arbeite mit den Strafverfolgungsbeh�rden zu wenig zusammen. J�sten sicherte zu, dass die katholische Kirche selbst an der raschen Aufkl�rung der Missbrauchsf�lle interessiert sei. „Wir arbeiten ganz intensiv daran, dass alles ans Tageslicht kommt.“
Der Pr�lat bezeichnete die �ffentliche Entschuldigung des fr�heren Regensburger Domkapellmeisters Georg Ratzinger, die dieser in einem PNP-Interview ge�u�ert hatte, als „wunderbares Zeichen“. Er forderte andere Geistliche auf, es dem Bruder des Papstes gleich zu tun. Ratzinger hatte einger�umt, Chormitglieder geohrfeigt zu haben, und sich gleichzeitig von Pr�gel-Praktiken eines Internatsdirektors der Domspatzen-Vorschule distanziert. J�sten rief dazu auf, bei den nun bekanntgewordenen F�llen zwischen k�rperlicher und sexueller Gewalt zu unterscheiden.
Indes gewinnt die Auseinandersetzung um eine m�gliche Entsch�digung der Opfer an Sch�rfe. Kurienkardinal Walter Kasper widersprach einem Bericht, wonach er sich daf�r ausgesprochen habe. Dies sei eine juristische Frage au�erhalb seiner Zust�ndigkeit, so Kasper. Die FDP erneuerte dagegen ihre Forderung nach Entsch�digung und sieht darin eine moralische Pflicht. W�rzburgs Bischof Friedhelm Hofmann sprach sich gegen direkte Entsch�digungszahlungen aus. Bisherige Erfahrungen h�tten gezeigt, dass das oft als „Schweigegeld“ gedeutet werde. Hofmann pl�dierte wie sein Bamberger Amtskollege Ludwig Schick f�r l�ngere Verj�hrungsfristen. - kna/dpa/
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