grenzgängerinnen & grenzgänger - Selbstverletzendes Verhalten (SVV)

gescheitert

gescheitert

hi ihr lieben,

gestern war es wieder furchtbar warm. und erst ma im zug, den ich immer benutzen muss zur arbeit und zurück. wie gern hätte ich meine verschwitzte bluse mal ausgezogen. aber ich habe mich nicht getraut.

ich habe versucht, mir gut zuzureden: ich stehe zu mir. diese narben sind zeichen für meinen lebens-/leidensweg, an dem dieses furchtbare verhalten des wegschauens und ignorierens unserer heutigen gesellschaft ja immerhin einen beträchtlichen beitrag dazu geleistet hat. ich bin nicht schuldig. seht her, was mit mir unter euren augen geschehen ist. fühlt euch schuldig, denn ich bin nicht die einzige.
aber es hat nicht geklappt. und ich habe so viel daran denken müssen. wie gern würd ich kurzärmelig herumlaufen, wie gern. ich habe es so genossen, auf dem balkon zu liegen am wochenende und mich von der sonne bräunen zu lassen. nie hat es mich so gestört, mich verstecken zu müssen, wie in diesem jahr. vielleicht weil ich im internet mehr aktivitäten ausübe und meine krankheit ständig offen preisgeben kann und dies natürlich auch gern in der realität hätte. denn in diesen 2 welten zu leben ist nicht immer ganz so einfach. aber ich denke, ihr wißt, was ich meine.

vielleicht traue ich mir es ja irgendwann. aber dann muss ich lernen, mit ihren blicken zu leben. und das ist wohl das eigentliche, wovor ich mich fürchte.

grenzgaengerin

Re: gescheitert

Hallo Grenzgängerin,
ich kann dich gut verstehn.Ich geniese auch wenn ich zu Hause bin,da muss ich mich nicht verstecken.Ist für mich auch sehr schlimm,aber zum glück kann ich auf der arbeit lange blusen tragen,was aber sehr schlimm ist bei dem Wetter.Aber ich habe nicht die Kraft und den mut Fragen zu beantworten......
LG I.J.

nicht gescheitert

hi ihr lieben,

ich habe es vorige woche geschafft. muss ich euch endlich berichten.
nach der arbeit, am abend also, muss ich ja von ffm nach wiesbaden. es war furchtbar hei und ich traute mich endlich, meine langen klamotten auszuziehen. ich war zwar begaffungsobjekt nummer eins, aber ich stand zu mir und war stolz auf mich. denn ich habe die scheiße von damals überlebt und das darf ich auch zeigen.
ich fühlte mich wunderbar.
wenn es aber nicht sein muss, lauf ich weiterhin lang rum.

machts gut. bis hoffentlich bald mal wieder. ist leider so leer hier geworden. aber auch ich bin ständig im stress.

eure grenzgaengerin

everybody wants me to be,
what they want me to be.
I'm not happy
when I try to fake it.

Re: gescheitert

hallo liebe grenzgängerin,

ich bewundere solchen mut so zu sich zu stehen, dass man stolz auf sich sein kann. ich wünsche dir weiterhin ganz viel kraft nicht aufzugeben und einfach das leben wenigstens ein bisschen zu geniessen...

ich wünschte ich könnte über die blicke der leute hinwegsehen...

ja ich finde auch, dass es sehr schade ist, da anscheinend hier nur noch wenige leute anzutreffen sind...

bis dahin lieben gruss eislen