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Neuer Krieg um unseren Garabagh!!!

Re: Neuer Krieg um unseren Garabagh!!!

ne ponyal ya, chto eto za fignya?
O "xalg diplomasyani" bashga ermenler yashayan olkede ele bilmediler?
Obyazatalno Garabagha getmelidiler? Polad dieyesen papasinin evinden "ceyzi" aparmag isteyirdi...

Re: Neuer Krieg um unseren Garabagh!!!

Zitat: hamburglu_neo

ne ponyal ya, chto eto za fignya?
O "xalg diplomasyani" bashga ermenler yashayan olkede ele bilmediler?
Obyazatalno Garabagha getmelidiler? Polad dieyesen papasinin evinden "ceyzi" aparmag isteyirdi...


Sebebkarlar  "xalq diplomatiyasi"ndan danishir ne ise, gören  xalqin özünün bu diplomatiyadan xeberi varmi?


P.S. Neo, dein neues Foto haut mich um. Siehst echt gefährlich aus










Re: Neuer Krieg um unseren Garabagh!!!

Fikir vermeyin, Azerbaycan xalqi kef eleyir, Bakinin "mavi" geceleri ve saire ve ilaxir. Oyrenceliyik, birinci defe deyil.

P.S. Ay Neo, Suave demish, o ne sir-sifetdur. Kuril adalarinda xidmet eleyen rus matroslarina oxshayir


Re: Neuer Krieg um unseren Garabagh!!!

Neuer Krieg im Kaukasus? Alijew droht Armenien


Baku. Aserbaidschans Präsident Ilham lijew hat kriegerische Töne angeschlagen. Sollte Armenien nicht in Kürze das umstrittene Gebiet Nagorny Karabach zurückgeben, droht er mit Krieg gegen den kaukasischen Nachbarn.

Fortsetzung:

http://www.aktuell.ru/russland/polit...en_3377 .html

Wird es einen neuen Krieg geben

Re: Neuer Krieg um unseren Garabagh!!!

Zitat: Gurban Alakbarov
Fikir vermeyin, Azerbaycan xalqi kef eleyir, Bakinin "mavi" geceleri ve saire ve ilaxir. Oyrenceliyik, birinci defe deyil. P.S. Ay Neo, Suave demish, o ne sir-sifetdur. Kuril adalarinda xidmet eleyen rus matroslarina oxshayir

Biy, sen hardan bildin? O uzhe xidmtdet cixib, evde oturur. Shekil sovet vaxtlarindan galib. http://file2.carookee.com/forum/AzerilerDe/file/924104/1932.gif?w\" border="0" />

Re: Neuer Krieg um unseren Garabagh!!!

Zitat: Suave
Ich selber befürworte keinen Krieg und Gleiches denke von großer Volksmasse. Begeisterung vom Krieg ist noch damals mit der Hoffnung des Volkes gestorben. Was Armenier betrifft, sie können das sowieso nicht bevorzugen. Einen zweiten Krieg könnten sie nicht „gewinnen“.

Rückkehrrecht für die Flüchtlinge ist durchaus denkbar. Recht auf Entschädigung einigermaßen auch.

Ein Korridor zwischen Armenien und Karabach? Wozu denn? Können Armenier überhaupt „Stopp“ sagen? Sind wir schuld, dass sie sich überall in der Welt so verstreut haben? Warum können wir uns dann keinen Korridor zwischen Nachtschiwan und Aserbaidschan verschaffen?

Idee des Gebietaustausches haben Armenier schon längst boykottiert.

Welche Form der Autonomie? Was du zählst, hatten sie doch auch. Sie hatten mehr armenische Schulen als aserbaidschanische. Ich meine natürlich in Karabach, nicht in weiteren sieben Nicht-Karabach-Gebieten.

Wenn Referendum als Lösungsweg deklariert werden sollte, dann hat sich schon erste Trennungsphase erfolgt.
@suave

Vielen Dank für die Antwort. Einige Anmerkungen dazu:

Die Armenier hatten innerhalb der aserbaidschanischen SSR Autonomierechte. Sie haben sich 1988, drei Jahre vor dem Ende der Sowjetunion, abgespalten. Innerhalb Aserbaidschans, das ja erst seit 1991 existiert, hatten sie noch nie Autonomierechte, weil sie ja auch noch nie zu Aserbaidschan gehörten.

Warum hat Aserbaidschan die "Europäische Charta der Minderheitensprachen" nicht ratifiziert? Das wäre doch ein erster Schritt, eine Lösung anzubieten.

Ich denke, einen zweiten Krieg kann niemand "gewinnen". Er wird beiden Ländern Zerstörung bringen, und im Zeitalter der Globalisierung wechseln Handelspartner und Touristen einfach das Land, kehren aber nach Ende der Kämpfe nicht zurück. Eine Ausnahme ist sicherlich das Erdöl – wenn Aserbaidschan nach dem Krieg die Förderanlagen und Pipelines wieder hergestellt hat, könnten die Exporte auch wieder starten. Die Umweltzerstörungen, die ja auch Zerstörungen von Tourismusgebieten sind, könnten sicherlich in den nächsten 10 bis 20 Jahren auch wieder beseitigt werden.

Korridor: Solange in Aserbaidschan die Ereignisse von Sumgait 1988 und Baku nicht ehrlich aufgearbeitet werden, ist diese Forderung Armeniens logisch und wird ja auch international ernst genommen. In der Minsk-Gruppe wird über Berg-Karabach selbst, den Lachin-Korridor und die aserbaidschanischen Gebiete getrennt verhandelt.
Dass Lösungsvorschläge von Armenien abgelehnt worden sind, zum Beispiel der Gebietstausch Korridor gegen Korridor, heißt ja nicht, dass die Ablehnung ewig bleibt. Der Hauptdissens besteht doch darin, dass Aserbaischan zunächst die Rückgabe der besetzten Gebiete ohne den Lachin-Korridor fordert (Rückgabe als Voraussetzung für eine Einigung), während Armenien erst eine Gesamteinigung will (Einigung als Voraussetzung für eine Rückgabe). Klar ist, dass Armenien nicht bestreitet, dass es zumindest diese Gebiete zurückgeben muss.

Ein Referendum wäre natürlich gleichbedeutet mit der Anerkennung der Unabhängigkeit Karabachs, denn der Ausgang ist ohne oder mit Rückkehrrecht der Flüchtlinge jetzt schon klar.

Gibt es denn in Aserbaidschan Gruppen, die sich jenseits von Nationalismus um eine Verständigung bemühen oder zumindest generell Minderheitenrechte innerhalb Aserbaidschans fordern? Es gibt ja nicht nur eine armenische Minderheit, sondern auch andere – und 1990/91 gab es ja noch andere Abspaltungsversuche.

Gibt es hier in Deutschland Möglichkeiten, dass Aserbaidschaner und Armenier sich treffen und diskutieren können?


@ela

Zitat:
meine meinung: ich will keinen armenier in unserem land mehr sehen

ich glaube nicht dass beide voelker nach so einem krieg noch zusammen leben koennen.Das war ja im Prinzip die Ursache des Krieges. Wäre es nicht im Interesse einer besseren Zukunft angebracht, gerade hier an einer Änderung der Einstellung zu arbeiten? In Aserbaidschan leben doch heute noch rund 10.000 Armenierinnen und Armenier, und das Zusammenleben hat sich doch seit 1995 schrittweise wieder verbessert. Ist es denn so aussichtslos?

Re: Neuer Krieg um unseren Garabagh!!!

Lieber Reinhard,

1988 gab es keine Abspaltung, weil es die rechtlich gesehen einfach nicht gab. Der Gebietsowjet von Bergkarabach war einfach nicht befugt irgendwelche Forderungen zu stellen und die Regelung der Grenzen von der Aserbaidschanischen SSR stand nur in der alleinigen Kompetenz der Republikfühung. Die Unionsorgane konnten da ohne Zustimmung der aserbaidschanischen Führung nichts machen. So stand es in der aserbaidschanischen Verfassung von 1978. Rechtlich gesehen gab es eine Rebellion, die durch die separatistisch gesinnten Personen noch zusätzlich geheitzt wurde. Und nochmal klar zu stellen, Rebellion und die Vertreibung der Aserbaidschaner aus Armenien sowie die Ereignisse von Agdam, als zwei Aserbaidschaner umgebracht wurden, ereigneten sich noch kurz vor Sumgait. Ich schäme mich für die Pogrome in Sumgait und Baku, aber erstaunlicher Weise schämt sich niemand für die Greultaten gegenüber der aserbaidschanischen Bevölkerung in Armenien und Berg-Karabach. Man rächte sich an uns stellvertretend für Türken und die Welt drückte ein Auge zu. Liebe Armenier sollten soviel toben, wie sie wollen. Man nennt so was Israel-Syndrom des Westens. Schon wieder ein Blankocheck für die Zukunft. Dann noch die Zugehörigkeit zum Christentum. Ich möchte selbst an sowas nicht glauben, bevor ich das nicht von sehr intelligenten Personen hörte. Interessant, nicht wahr?
Ohne die Rückgabe von zumindest 6 Bezirken kann keine Rede von der friedlichen Regelung sein. Lachin wird die Korridorfunktion erfüllen. Anders wird es auch nicht möglich sein und niemand in Aserbaidschan bestreitet das. Nun aber eine Sache ist eine oder zwei strategische Verbindungstraßen unter die Aufsicht der internationalen Friedenstruppen zu stellen, die andere einen ganzen Bezirk samt dieser Straßen zu besetzen. Der Appetit muss ein gewisses Maß haben. Die Idee der Rückgabe gegen den Status ist tot geboren. Das versteht man auch, glaube ich jedenfalls, in Armenien.
Ja es gab 1992-1993 zumindest in Talish und im Norden des Landes paar Ausschreitungen. Aber Faktor Islam hat seine Rolle gespielt und alles ist mittlerweile ruhig. Die Minderheitencharta muss ratifiziert werden. Ich bin für die Benutzung der Minderheitensprachen im öffentlichen Leben, zweisprachige Ortschilden und so weiter. Hoffentlich wird sich das bald realisieren. Aber 1992 wurde eine spezielle Verordnung des aserbaidschanischen Staatspräsidenten zum Schutz der Minderheitenrechte verabschiedet. Dass die so zögerlich verwirklicht wird, hat auch mit den allgemeinen Problemen der Demokratisierung des Landes zu tun.

P.S. Und glaub mir Otto Luchterhandt lügt auf unverschämte Weise. Seine Konstrukte sind unglaubwürdig und jeder seiner Studenten kann diese Traumkonstrukte zum Fallen bringen. Ich schäme mich für die deutsche Wissenschaft wegen solcher Personen. Man kann und darf nicht eigenen wissenschaftlichen Anstand dem Teufel verkaufen.


Re: Neuer Krieg um unseren Garabagh!!!

Wie gehörten sie nicht zu Aserbaidschan, wenn die Autonomie von Berg-Karabach erst im November 1991 vom aserbaidschanischen Parlament abgeschafft wurde. Hat diese "Tatsachen" Frau Hoffmann, Herr Luchterhandt oder das mysteriöse "Transkaukasus"-Instutut aus Marburg herbeigezaubert?


Re: Neuer Krieg um unseren Garabagh!!!

Zitat:
Lieber Reinhard,

1988 gab es keine Abspaltung, weil es die rechtlich gesehen einfach nicht gab. Der Gebietsowjet von Bergkarabach war einfach nicht befugt irgendwelche Forderungen zu stellen und die Regelung der Grenzen von der Aserbaidschanischen SSR stand nur in der alleinigen Kompetenz der Republikfühung. Die Unionsorgane konnten da ohne Zustimmung der aserbaidschanischen Führung nichts machen. So stand es in der aserbaidschanischen Verfassung von 1978. Rechtlich gesehen gab es eine Rebellion, die durch die separatistisch gesinnten Personen noch zusätzlich geheitzt wurde. Und nochmal klar zu stellen, Rebellion und die Vertreibung der Aserbaidschaner aus Armenien sowie die Ereignisse von Agdam, als zwei Aserbaidschaner umgebracht wurden, ereigneten sich noch kurz vor Sumgait. Ich schäme mich für die Pogrome in Sumgait und Baku, aber erstaunlicher Weise schämt sich niemand für die Greultaten gegenüber der aserbaidschanischen Bevölkerung in Armenien und Berg-Karabach. Man rächte sich an uns stellvertretend für Türken und die Welt drückte ein Auge zu. Liebe Armenier sollten soviel toben, wie sie wollen. Man nennt so was Israel-Syndrom des Westens. Schon wieder ein Blankocheck für die Zukunft. Dann noch die Zugehörigkeit zum Christentum. Ich möchte selbst an sowas nicht glauben, bevor ich das nicht von sehr intelligenten Personen hörte. Interessant, nicht wahr?
Ohne die Rückgabe von zumindest 6 Bezirken kann keine Rede von der friedlichen Regelung sein. Lachin wird die Korridorfunktion erfüllen. Anders wird es auch nicht möglich sein und niemand in Aserbaidschan bestreitet das. Nun aber eine Sache ist eine oder zwei strategische Verbindungstraßen unter die Aufsicht der internationalen Friedenstruppen zu stellen, die andere einen ganzen Bezirk samt dieser Straßen zu besetzen. Der Appetit muss ein gewisses Maß haben. Die Idee der Rückgabe gegen den Status ist tot geboren. Das versteht man auch, glaube ich jedenfalls, in Armenien.
Ja es gab 1992-1993 zumindest in Talish und im Norden des Landes paar Ausschreitungen. Aber Faktor Islam hat seine Rolle gespielt und alles ist mittlerweile ruhig. Die Minderheitencharta muss ratifiziert werden. Ich bin für die Benutzung der Minderheitensprachen im öffentlichen Leben, zweisprachige Ortschilden und so weiter. Hoffentlich wird sich das bald realisieren. Aber 1992 wurde eine spezielle Verordnung des aserbaidschanischen Staatspräsidenten zum Schutz der Minderheitenrechte verabschiedet. Dass die so zögerlich verwirklicht wird, hat auch mit den allgemeinen Problemen der Demokratisierung des Landes zu tun.

P.S. Und glaub mir Otto Luchterhandt lügt auf unverschämte Weise. Seine Konstrukte sind unglaubwürdig und jeder seiner Studenten kann diese Traumkonstrukte zum Fallen bringen. Ich schäme mich für die deutsche Wissenschaft wegen solcher Personen. Man kann und darf nicht eigenen wissenschaftlichen Anstand dem Teufel verkaufen.


Ellerin agrimasin "Gurban Alakbarov",
cevabigin oxuduxca adamin cani biraz sovuyur!

Ermeni-fähle`ler diasan ishsiz oldughundan biraz gorxurlar!
Bizde ki onlara ish weren degilix. Ne deseler desinler, fergh elemir.
Garabaghda bize bir böyük nahaghlir edilib, ve bunu cevabi gerek verile ve verile cek. Siz hamigiz sadece oldughlari unutmagin aman gene oh günere tüshmüyacaix davam davam hey davam bu yolda olmaligix, Azerbaycan Milleti güclenib her ishini özü cevab were, ve inshallah ki bi rgün birleshe, hele siz bele pesimist olmagin gören hala talih bize neler haziligib. Güney ve Kuzey xaberler güne ve gün adami shad eligir.

Siz mene inanmasaz belke ermenillerden eshidsez inanarsiz

Zitat:
Armeniens Außenminister: Aserbaidschan will keinen Kompromiss bei Karabach-Regelung
21:59 | 02/ 07/ 2007


JEREWAN, 02. Juli (RIA Novosti). Die kürzliche militante Rhetorik des Präsidenten von Aserbaidschan zeugt laut dem armenischen Außenminister Wardan Oskanjan von der fehlenden Bereitschaft Bakus zu Kompromissen bei der Beilegung des Berg-Karabach-Konfliktes.

„Die militante Rhetorik, die in letzter Zeit von aserbaidschanischer Seite zu hören ist, spricht dafür, dass das offizielle Baku zu keinen Kompromissen bei der Beilegung des Berg-Karabach-Konfliktes bereit ist. Und Jerewan bewertet dies negativ“, sagte Oskanjan am Montag in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Chef einer Delegation der Beobachtungsgruppe „Ago“ des Ministerkomitees des Europarates, Botschafter Per Sjögren.

Oskanjan äußerte, die armenische Seite habe immer darüber gesprochen, dass sich dieser Konflikt nicht militärisch lösen lasse. „Es gibt keine Alternative zur friedlichen Beilegung des Karabach-Konfliktes“, sagte der armenische Minister.

Er hoffe, dass die militanten Äußerungen des aserbaidschanischen Präsidenten Ilcham Alijew für das inländische Publikum bestimmt seien, sagte Oskanjan. Er äußerte zugleich, dass sich eine solche Rhetorik gegenwärtig, „in einem Zeitalter des Internet, da Informationen im Nu verbreitet werden, auf den Verhandlungsprozess negativ auswirkt“.

Der aserbaidschanische Präsident hatte am Montag gesagt, Armenien solle freiwillig die aserbaidschanischen Territorien räumen, um einen neuen Krieg um Berg-Karabach zu vermeiden.

„Aserbaidschan ist jetzt vom militärischen Standpunkt aus der stärkste Staat in der Region, und unsere Nachbarn müssen sich dessen bewusst werden. Armenien muss freiwillig seine Truppen von den aserbaidschanischen Gebieten abziehen. Nur in einem solchen Fall kann mit Sicherheit gesagt werden, dass es keinen neuen Krieg geben wird“, zitierte die Agentur „Novosti-Aserbaidschan“ den Staatschef.

Laut Alijew wird sich Aserbaidschan niemals mit der Okkupation seiner Territorien abfinden und ist bereit, diese auch auf militärische Weise zurückzugewinnen.Ya allah ne olub ki bu ermeniler?

Birde bire ermeniler istemsihler hemishe demish olalar ki "konflitk lässt sich nicht militärisch lösen"? Way? bele de ish olar?

Re: Neuer Krieg um unseren Garabagh!!!

Zitat: Gurban Alakbarov
Wie gehörten sie nicht zu Aserbaidschan, wenn die Autonomie von Berg-Karabach erst im November 1991 vom aserbaidschanischen Parlament abgeschafft wurde. Hat diese "Tatsachen" Frau Hoffmann, Herr Luchterhandt oder das mysteriöse "Transkaukasus"-Instutut aus Marburg herbeigezaubert?
Es gehört zu den Dingen, die umstritten sind. Berg-Karabach ist international nicht anerkannt, es behauptet selbst, nie zur Republik Aserbaidschan gehört zu haben, sondern lediglich zur Sowjetrepublik. Du hast natürlich Recht, dass diese Unabhängigkeit 1988 nicht anerkannt worden ist.

Mir ging es aber mehr darum zu fragen, welche Lösung denn möglich ist. Ela hat ja gesagt, Armenier sollten grundsätzlich nicht in Aserbaidschan wohnen – dann müsste sie natürlich die Unabhängigkeit von Karabach anerkennen oder einen neuen Völkermord befürworten.

Wenn Karabach in die Republik Aserbaidschan eingegliedert werden soll, also die dort lebenden Armenier Staatsbürger Aserbaidschans werden sollen – welche Minderheitenrechte sollen sie denn bekommen? Wäre es denkbar, dass auch Auslands-Aserbaidschaner der eigenen Regierung Vorschläge machen? Vielleicht können Auslands-Aserbaidschner sich ja ruhiger und gelassener die existierenden Modell ansehen, von Friesen und Sorben in Deutschland über Flamen und Walonen in Belgien bis hin zu Schotten in Großbritannien.

Welche institutionelle Stabilität in Hinsicht auf Rechtsstaat und Demokratie müsste Aserbaidschan denn erreichen, um den Armeniern in Kabarach auch Garantien zu geben, dass sie z.B. in Baku studieren können, wenn sie Staatsbürger Aserbaidschans sind?

Das Trauma vieler Armenier hinsichtlich des Genozids beruht sicherlich auch darauf, dass dieser von der Türkei geleugnet wird. Juden können in Deutschland sicherlich in dieser Hinsicht unbesorgter leben. Aliev leugnet, so weit ich weiß, den Genozid nicht direkt, sondern zeiht es vor, dazu nichts zu sagen. Ich habe da für gewisse Ängste von Armeniern Verständnis, denke allerdings auch, dass das von vielen auch gegen Aserbaidschaner instrumentalisiert wird. Real waren aber die Pogrome von Sumgait und Baku, real war auch das Massaker von Kholany – in anderen Konflikten hat es sich als produktiv erwiesen, zu solchen Fragen eine "Wahrheitskommission" einzusetzen (siehe Südafrika). Das geht aber nur, wenn beide Seiten eine ehrliche Aufarbeitung wünschen. Eine Wahrheitskommission setzt anscheinend eine weitgehende Amnestie voraus. Oder wäre ein international besetztes Gericht wir das in Tansania ein mögliches Modell? Dazu müssten alle drei Seiten "ihre" Verdächtigen auch ausliefern.